Im Restaurant JoJo in Bremgarten durfte Hanspeter Schaerz den Freiämter Sozi-Preis entgegennehmen. Der Sozi-Preis wird jährlich von der SP Bezirk Bremgarten an Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen verliehen, die sich kulturell und sozial engagieren.

Vor 26 Jahren zog es Schaerz und seine Jassfreunde, wie jedes Jahr, in den Süden. Sie entschieden sich für die Dominikanische Republik. «Als wir mit dem Flugzeug über die grüne Insel flogen, dachte ich, das ist das Paradies. Ich wusste vom ersten Moment an, dass die Dominikanische Republik mein Land ist», sagte Schaerz nach Erhalt des Sozi-Preises.

Zusammenarbeit mit Missionaren

Die Entscheidung, den Hunderterclub aufzubauen und den Kindern und Familien vor Ort zu helfen, fiel bei einem Treffen mit dem Missionar Enrique Moreno. Schaerz beschloss mit den Missionaren zusammenzuarbeiten. So wollte er den Leitsatz «unterstützt die Missionare, wenn euch euer Leben lieb ist», welcher ihn seit der Jugend und dem Besuch des Neuenburger Instituts begleitet, in die Tat umzusetzen.

Hilfe für die Schwächsten

In der «Casa Rosada» befinden sich Schlaf- und Essräumen eine Arztpraxis, eine Bibliothek und eine Babystation. Die Kinder werden betreut und mit Medikamenten versorgt. Das Haus wird von Padre Victoriano Perrez und Sor Carmen geführt, finanzielle Unterstützung erhält es vom Hunderterclub aus der Schweiz sowie Gönnern aus Deutschland, Holland und Spanien.

Schaerz verbringt jährlich einen Monat in Santo Domingo und bringt das gesammelte Geld persönlich vorbei. Um 25 000 bis 30 000 Dollar auf Mann in ein Land zu transportieren, braucht es Kreativität – daran fehlt es Schaerz nicht. Bevor es Schecks gab, vakuumierte er die Dollarnoten, so benötigten sie weniger Platz und konnten gut transportiert werden.

«Ich freue mich saumässig»

Die Verleihung mit rund 60 Teilnehmern begann mit dem Auftritt der Steelband «Angel Pan». Nach der Begrüssung von Grossrätin Rosmarie Groux und der Laudatio von Grossrat Thomas Leitch nahm der sichtlich gerührte Hanspeter Schaerz den Preis entgegen. «Ich freue mich saumässig», bedankte er sich und gab den Anwesenden einen Überblick zu den Aktivitäten in der «Casa Rosada». Nach der Veranstaltung konnten die Anwesenden den Abend mit dominikanischem Essen ausklingen lassen.