Islisberg

Freiämter sicherte dem schweizer Aerials-Team WM-Gold in Deer Valley

Nicolas Gygax im Sprung an den Freestyle-Weltmeisterschaften.

Nicolas Gygax im Sprung an den Freestyle-Weltmeisterschaften.

Der Skiakrobat Nicolas Gygax hat mit seinem Team an den Freestyle-Weltmeisterschaften Gold geholt. «Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man für die harte Trainingsarbeit so entlohnt wird», erzählt Gygax.

Am 15. Februar feiert der Islisberger Skiakrobat Nicolas Gygax seinen 23. Geburtstag. Doch Freunde und Verwandte werden es schwierig haben, den Athleten zu beschenken, denn das schönste Geburtstagsgeschenk hat er sich letzte Woche selber gemacht. An der Freestyle-Weltmeisterschaft in Deer Valley (USA) holte er mit seiner Equipe Gold in der Disziplin Mixed-Team-Event. Seit acht Jahren übt der Freiämter die Sportart Aerials aus. Dabei fährt der Springer auf eine Sprungschanze mit fast senkrecht nach oben weisender Absprungfläche. Die Athleten fliegen bis 12 Meter hoch in die Luft und zeigen bis zu dreifache Salti mit fünf Schrauben.

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft sei gross gewesen, erzählt Gygax. «Das ganze Team hatte in den Wochen zuvor gut trainiert. Wir wussten, dass eine Medaille möglich ist, wenn wir alle eine gute Leistung abrufen können. Mit Gold hatte aber niemand gerechnet, da die Teams aus Russland, China und Weissrussland sehr stark sind», so der Islisberger. Das Schweizer Team war mit 303,08 Punkten den Equipen aus China (297,82 Punkte) und Russland (296,74 Punkte) weit voraus.

Feier in der Gemeinde

Gygax erhielt für den Sprung «Full-Double Full-Full» die höchste Bewertung sämtlicher Finalspringer und sicherte dem Schweizer Team damit den Sieg. «Den Sprung mache ich seit dieser Saison neu», erzählt der Skiakrobat. In den Trainings habe er öfters gute Sprünge hinbekommen, aber in den Wettkämpfen wollte es lange nicht so richtig funktionieren. «Nun hat es auch im Wettkampf geklappt, das ist natürlich wunderbar», freut sich Gygax.

Da sich der Ski-Athlet kurz nach seiner Rückkehr in die Schweiz bereits wieder an den nächsten Wettkampf in Russland aufgemacht hat, weiss er noch nicht, wie er seinen Sieg feiern will: «Ich werde mich da mal überraschen lassen.» Die Gemeinde Islisberg hat dafür aber schon Pläne. «In Anerkennung dieser grossartigen Leistung und mit grosser Freude möchte der Gemeinderat unseren erfolgreichen Athleten gebührend feiern», so steht es in den Gemeindenachrichten. Der Termin dafür werde rechtzeitig bekannt gegeben.

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Autor

Johanna Lippuner

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