Wohlen/Muri

Freiämter Handballer stehen in der Sechzehntel-Finalrunde

Die erfolgreichen Freiämter Cup-Teams Wohlen und Muri in einer Direktbegegnung in der Bachmattenhalle in Muri.

Die erfolgreichen Freiämter Cup-Teams Wohlen und Muri in einer Direktbegegnung in der Bachmattenhalle in Muri.

Im Schweizer Cup stehen gleich zwei Freiämter Vereine in der zweiten Hauptrunde.

In der letzten Saison haben die Wohler Handballer in der 1.-Liga-Meisterschaft als Aufsteiger mit Rang drei in ihrer Gruppe überzeugt. In dieser Saison spielen sie nun im Schweizer Cup gross auf. Nach einem klaren Sieg gegen den TV Appenzell (34:21) in der Vorrunde haben sie in der ersten Hauptrunde den oberklassigen NLB-Vertreter Yellow/Pfadi Espoirs zu Hause mit 24:21 geschlagen.

«In der Mitte der zweiten Hälfte haben wir gemerkt, dass wir tatsächlich gewinnen können. Wir haben gut verteidigt, sind als Team aufgetreten und haben schlussendlich wohl mehr an den Sieg geglaubt als der Gegner. Diesem hat in diesem Spiel offensichtlich das Selbstvertrauen etwas gefehlt», blickt Trainer Daniel Lehmann auf den Cup-Exploit seiner Mannschaft zurück.

Cup als Zugabe

Nun steht Handball Wohlen vor der nächsten Herausforderung im Schweizer Cup. Und diese Herausforderung heisst HC Wädenswil. Das Nationalliga-B-Team ist allerdings nicht gerade ein Traumlos für die Wohler. «Wir hätten uns entweder ein 1.-Liga-Team gewünscht, damit wir gute Chancen auf den Sieg gehabt hätten, oder dann gleich einen richtig grossen Brocken aus der Nationalliga A. Jetzt haben wir halt etwas dazwischen erhalten», sagt Trainer Lehmann zum zugeteilten Gegner für die nächste Runde.

Obwohl die laufende Meisterschaft bei Handball Wohlen Priorität hat – das Team will seine Leistungen aus der starken letzte Saison bestätigen und bis Weihnachten einen Platz unter den Top 4 erreichen – und der Cup die «Zugabe» ist, wollen die Wohler selbstverständlich auch gegen Wädenswil gewinnen. «Unsere Chancenauswertung muss dabei aber sehr hoch sein und wir müssen zum Ball Sorge tragen. Wir dürfen auf keinen Fall das Tempo des Gegners mitgehen, sondern müssen unser Spiel spielen», gibt Daniel Lehmann die Marschroute vor. Gelingt dies, könnte Handball Wohlen am Samstag einen weiteren NLB-Vertreter aus dem Wettbewerb spedieren.

Losglück für Muri

Handball Wohlen ist jedoch nicht das einzige Freiämter Team, das im 1/16-Final des Schweizer Cups steht. Der TV Muri hat sich ebenfalls für die zweite Hauptrunde qualifiziert. Die Murianer 1.-Liga-Handballer mussten dafür allerdings bislang noch keinen oberklassigen Kontrahenten aus dem Weg räumen. Die Equipe von Trainer Claude Bruggmann eliminierte Nyon (2. Liga) und Pfader Neuhausen (1. Liga) ohne grössere Probleme.

Entsprechend zufrieden ist der Coach. «Wir haben in den ersten beiden Runden unser derzeitiges Potenzial abgerufen», so Bruggmann. Und die Chancen sind intakt, dass der TV Muri noch eine weitere Runde übersteht. Die Glücksfee meinte es gut und bescherte dem Team mit dem SV Fides St. Gallen einen weiteren Gegner aus der 1. Liga. Die Zielsetzung für die Partie vom kommenden Freitag ist damit klar: «Auch wenn es nicht optimal ist, dass wir an einem Freitagabend auswärts in St. Gallen antreten müssen, wollen wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben uns vor dem Start des Cups zum Ziel gesetzt, dass wir – wenn wir aus dem Cup ausscheiden – nur gegen ein oberklassiges Team ausscheiden», sagt Bruggmann, der bei einem allfälligen Sieg seiner Mannschaft darauf hofft, in der nächsten Cuprunde auf einen absoluten «Topshot» zu treffen. Am liebsten wären ihm Pfadi Winterthur oder Kadetten Schaffhausen. Doch vor der Kür folgt bekanntlich die Pflicht. Und die heisst am Freitag vorerst einmal SV Fides St. Gallen.

Die Spiele im 1/16-Final, Schweizer Cup:

Freitag, 30. September, 20.45 Uhr SV Fides St. Gallen (1. Liga) - TV Muri (1. Liga), in St. Gallen. Samstag, 30. Oktober, 17.45 Uhr Handball Wohlen (1. Liga) - HC Wädenswil (NLB), in Wohlen.

Meistgesehen

Artboard 1