Sarmenstorf

Freiämter Gugger sorgen am Lauberhorn für den Sound – und müssen früh aufstehen

Opus 5614 ist bereit, bei den Lauberhorn-Rennen Zuschauern und Fahrern einzuheizen.

Opus 5614 ist bereit, bei den Lauberhorn-Rennen Zuschauern und Fahrern einzuheizen.

Die Sarmenstorfer Guggenmusik Opus 5614 darf morgen Samstag in Wengen am grossen Ski-Event für die musikalische Auflockerung sorgen. Die Gugger erhalten extra einen Guide und müssen früh aus den Federn.

Ein Höhepunkt für die vor 45 Jahren gegründete Sarmenstorfer Guggenmusik Opus 5614: Die rund vier Dutzend Mitglieder starke Formation spielt morgen Samstag, 18. Januar, am Lauberhorn-Rennen in Wengen. Dafür haben sich die Musikerinnen und Musiker in den letzten Wochen intensiv vorbereitet. Unter anderem am letzten Wochenende mit einem Probeweekend im Melchtal.

«Unser Tourenplaner hat schon länger über der Idee gebrütet, einmal an einem solchen Event teilzunehmen», erzählt Guggenpräsident Jonas Probst. So hätte man sich schon Ende 2018 an einer Auslosung für das Lauberhorn-Rennen 2020 beteiligt. «Nach welchen Kriterien der Veranstalter jeweils entscheidet, wissen wir nicht. Anfang 2019 erhielten wir jedoch zu unserer grossen Überraschung die Mitteilung, dass wir ausgewählt worden sind und als eine von drei Guggenmusiken am Lauberhorn 2020 mit dabei sein dürfen», sagt Probst weiter.

Das Unternehmen sei allerdings nicht ganz gratis. An der Generalversammlung habe man deshalb beschlossen, die anfallenden Kosten aus der Vereinskasse zu begleichen: «Das ist nur möglich, weil wir auf die Unterstützung von grosszügigen Sponsoren und Gönnern zählen können, insbesondere unseren Hauptsponsor, den Getränkemarkt Lauber in Sarmenstorf», hält der Präsident fest. Über allfällige weitere Spender wäre man durchaus nicht unglücklich, fügt er hinzu.

Früher mit den Vorbereitungen begonnen

Weil das Lauberhornrennen vor der eigentlichen Fasnacht stattfindet, hat die Guggenmusik entsprechend früher mit der Saisonvorbereitung begonnen und speziell für den grossen Event auch das Repertoire noch etwas erweitert. Die Anreise ins Berner Oberland erfolgt bereits heute Freitag. Die Clique fährt mit Bus und Instrumenten- anhänger bis nach Grindelwald, wo zweimal in der Jugendherberge übernachtet wird. «Mit im Gepäck», sagt Jonas Probst, «ist selbstverständlich auch die Schmink-Anlage. Weil wir uns mit der Air-Brush-Technik schminken, müssen wir einen Kompressor, die ganze Schlauchanlage und auch alle Farbpistolen mit nach Grindelwald nehmen und uns dort einrichten.»

Gross feiern können die Mitglieder der Guggenmusik am Freitagabend in Grindelwald wohl (noch) nicht: «Wir müssen am Samstag recht früh in Wengen eintreffen und deshalb entsprechend zeitig aufstehen. Bereits um 5 Uhr ist das Frühstück angesagt. Und auch mit dem Schminken werden wir um diese Zeit beginnen müssen», erklärt der Präsident. Von Lauterbrunnen gehe es mit dem Zug nach Wengen. Dort wird die Opus 5614 von einem Guide erwartet, der die Clique durch den Anlass und zu den verschiedenen geplanten Auftritten führen wird. «Wo wir wann spielen, erfahren wir erst vor Ort. Vielleicht kann man uns aber doch das eine oder andere Mal im Rahmen der Liveübertragung der Lauberhorn-Rennen im Fernsehen sehen», hofft Jonas Probst.

Am Samstagabend reist die Guggenmusik zurück nach Grindelwald und tritt am Sonntag nach dem Frühstück die Heimreise nach Sarmenstorf an. Die Freude auf Wengen sei riesig, erklärt der Präsident. Musikalisch ist die Clique bereit: «Wir haben am Probeweekend den letzten Feinschliff gemacht. Jetzt sollte nichts schiefgehen.»

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Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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