Muri

Freiämter Guggen haben an der Monster Muri tüchtig abgeräumt

An der 20. Ausgabe des traditionellen Monster Muri haben 42 Guggen aus dem In- und Ausland einen Tag lang alles gegeben.

Wer spielt die besten Töne? Wer hat die ausgefallensten Kostüme und Choreografien und wer hat beim Publikum den besten Eindruck hinterlassen? Unter diesen Kriterien traten am Samstag 42 Guggenmusiken aus der ganzen Schweiz – zwei davon sogar aus Deutschland – in Muri gegeneinander an. Am 20. Monster Muri haben sie, aufgeteilt in drei Gruppen, einen Tag lang ihr Bestes gegeben, um die kritische Jury von sich zu überzeugen. Dass dabei nicht nur die Musik bewertet wurde, hat einen ganz einfachen Grund, wie Larissa Rüegg, Zuständige für die freiwilligen Helferinnen und Helfer erklärt: «So hat auch eine Gruppe, die ganz klein ist, dafür ein schönes Kostüm hat, eine Chance auf den Sieg.»

Der Sieg bleibt im Freiamt

Nach der Vorrunde, die den ganzen Tag andauerte, durften zehn Guggen im Finale noch einmal alles geben. «Die Rangverkündigung machen wir dann à la Oscarverleihung», lacht Rüegg. Denn die beiden OK-Präsidenten Lino Businger und Fabian Rüegg erhalten kurz vor der Siegerehrung ein Couvert mit dem Namen der Gewinnergruppe. «Bis wir es bei der Verkündung öffnen, wissen wir nicht, wer gewonnen hat», sagt Businger. So bleibe es auch für sie bis zum Schluss spannend. Und welche Gugge wurde in diesem Jahr aus dem Umschlag gezogen? Die «Ratteschwänz» aus Oberrüti haben nicht nur das Publikum zum Tanzen gebracht, sondern auch die Preisrichter begeistert und so dafür gesorgt, dass der Sieg im Freiamt bleibt. Gleichzeitig waren sie auch Sieger der Sonderkategorie «Beste musikalische Leistung».

Das Podest teilten sie sich mit weiteren Freiämtern: Der zweite Platz ging an die «Sumpfer Stilzli» aus Unterlunkhofen, die auch in der Sonderkategorie «Beste Choreografie» gewonnen haben. Den dritten Rang belegten die «Heuröpfel Gugger» aus Sarmenstorf, der Preis «Bestes Kostüm» ging an die «Hunne» aus Basel Stadt.

1500 Gugger auf der Marktgasse

Der Wettkampf, der alle fünf Jahre stattfindet, hat Menschen von weither angezogen. «Es sind mehr Besucher gekommen, als wir erwartet hätten. Wir haben sie nicht gezählt aber mein Bauchgefühl bestätigt mir das», erzählt Lino Businger. Eine begeisterte Besucherin war die 6-jährige Chiara. Sie war bereits seit 14 Uhr im Klosterhof um die Guggenmusik zu hören, die ihr so gefällt. Auch fünf Stunden später war sie noch nicht müde und tanzte ausgelassen zur Musik.

Damit ein solcher Grossanlass funktioniert, braucht es ein eingespieltes Team. Lino Businger und Fabian Rüegg können ihres nur loben: «Wir haben ein Top-Organisationskomitee. Es ist alles von A-Z durchgeplant. Man könnte fast meinen, wir wären eine professionelle Eventfirma», lachen sie. Larissa Rüegg kann ihnen da nur zustimmen und fügt an: «Es sind alle top motiviert und wir sind vor allem auch den 436 freiwilligen Helfern sehr dankbar.»

Je näher die Zeiger der Uhr Richtung 20 Uhr rückten, desto mehr Zuschauer beginnen sich auf der Marktstrasse zu versammeln. Sie wollten einen möglichst guten Platz ergattern, bevor das grosse Monsterkonzert losging. Nach und nach bahnen sich die Musikanten mit ihren grossen Instrumenten ihren Weg durch die Menschenmenge und reihen sich auf der Strasse auf. Wie sie gemeinsam loslegen, sind 1500 Gugger in ganz Muri zu hören.

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