Wohlen
Frauen gefilmt und ins Internet gestellt: Geldstrafe und Busse für Spanner

Weil er in der Region Wohlen junge Frauen und Mädchen heimlich gefilmt hatte und die Videos auf Pornoseiten im Internet veröffentlichte, wurde ein 34-jähriger Italiener von der Staatsanwaltschaft mit einer Geldstrafe und Busse bestraft.

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Inhaltsverzeichnis auf einer Website, auf die der Wohler Spanner gegen 140 Filme gestellt hat. Screenshot AZ

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Im vergangenen Sommer hat er in der Region Wohlen heimlich knapp bekleidete junge Frauen und Mädchen gefilmt und dutzende Videos auf eine Porno-Webseite gestellt. Nun wurde der 34-jährige Italiener von der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten zu einer bedingten Geldstrafe und 4000 Franken Busse bestraft.

Der Mann konnte im November 2014 von der Kantonspolizei Aargau ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten eröffnete daraufhin eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Ehrverletzung/übler Nachrede, sie konnte dem 34-jährigen Italiener aus der Region Wohlen alle 16 angezeigten Fälle nachweisen. «Der Beschuldigte ist vollumfänglich geständig», heisst es in einer Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft.

Rufschädigend und ehrverletzend

Bei den heimlichen Filmaufnahmen - unter anderem im Freibad Wohlen - konzentrierte sich der Beschuldigte bei den knapp bekleideten jungen Frauen vor allem auf den Brust-, Po- und Genitalbereich.

Zu Hause bearbeitete er die Aufnahmen und stellte sie auf eine Porno-Webseite. Dadurch suggerierte der Beschuldigte einer breiten Masse von unbekannten Porno-Konsumenten, die betroffenen jungen Frauen würden sich im Umfeld dieses schlüpfrigen Milieus bewegen. Die jungen Frauen wurden dadurch in deren Ruf geschädigt und in der Ehre verletzt.

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten bestrafte den Beschuldigten wegen mehrfacher Ehrverletzung/übler Nachrede per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen abzüglich zweier Tage Untersuchungshaft. Weiter wurde der Beschuldigte mit einer Busse von 4000 Franken bestraft. Der Strafbefehl ist laut der Oberstaatsanwaltschaft inzwischen rechtskräftig.