Wohlen
Frau von Vermisstem befürchtet das Schlimmste: «Bitte komm zurück!»

Brigitta M. hält es fast nicht mehr aus. Seit über einer Woche fehlt von ihrem Mann jede Spur. Dabei sagte er noch, er müsse einen Kurs besuchen. Doch das stimmte gar nicht.

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«Markus M. verliess seinen Arbeitsplatz am Dienstagnachmittag, 23. Juni 2015, traf danach aber nie an seinem Wohnort in Wohlen ein. Er gilt seither als vermisst», hiess es in der Polizeimeldung von gestern Dienstag.

Ein nüchterner Satz, wie ihn die Polizei mehrmals im Jahr verfasst. Doch dahinter steckt auch immer ein persönliches Schicksal. Angehörige, die leiden und verzweifelt auf die Rückkehr ihrer Liebsten hoffen.

Wie Brigitta M., die Frau des noch immer vermissten Markus M. Tele M1 konnte die Wohlerin und ihre Tochter treffen und dokumentierte das bange Warten der Familie.

Aufruf im Fernsehen

Brigitta M. erzählt im Beitrag, wie sich ihr Mann «verabschiedet» hat. Sie hofft, dass er die Sendung sieht und wendet sich direkt in ergreifenden Worten an ihn: «Markus, ich hoffe, du siehst das. Wir hoffen und beten, dass du zu uns retour kommst. Wir brauchen dich, bitte komm retour!»

Die letzten Monate sei ihr Mann depressiv gewesen und habe auch von Selbstmord gesprochen, sagt Brigitta M.. Die Hoffnung auf seine Rückkehr will die Familie allerdings noch nicht aufgeben.

Die Kantonspolizei Aargau bittet Personen, welche Angaben zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können, sich umgehend zu melden, etwa bei der Kantonspolizei in Wohlen unter Telefon 056 619 79 79. (smo)

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