Wohlen
Französische Stimmung im Strohmuseumspark

Am Internationalen Museumstag vom 18. Mai ist der Pétanque-Club Chly Paris zu Gast. «Das passt zu unserem Museum», meinen die Museumskuratorin Anna Hegi.

Jörg Baumann
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Anna Hegi, Andrea Huser, Willy Fuhrer und Marcel Richner (von links) tragen erstmals zusammen ein Pétanquespiel aus. Jörg Baumann

Anna Hegi, Andrea Huser, Willy Fuhrer und Marcel Richner (von links) tragen erstmals zusammen ein Pétanquespiel aus. Jörg Baumann

Der Pétanque-Club Chly Paris Wohlen ist zwar erst 42 Jahre alt, aber doch schon «museumswürdig»: Am Internationalen Museumstag vom 18. Mai darf der Club im Wohler Strohmuseum seinen Sport und die Vereinsaktivitäten vorstellen. «Das passt zu unserem Museum», meinen die Museumskuratorin Anna Hegi und ihre Mitarbeiterin Andrea Huser. «Denn der Pétanque-Club trägt den Begriff «Chly Paris» in seinem Namen. Wohlen nennt man seit der Blüte der Strohindustrie immerhin «Chly Paris».

Im Strohmuseum wird der Pétanque-Club Chly Paris mit Stellwänden präsent sein, an denen die Klubgeschichte und das einfache Regelwerk und auf Tischen die Spielutensilien mit den Stahlkugeln und dem kleinen Holzkügelchen, dem Cochonnet, gezeigt werden.

Stahlkugeln neben Stroh

«Auf dieses Cochonnet müssen die Spieler zielen. Wer immer am nächsten liegt, gewinnt das Spiel», doziert Klubpräsident Marcel Richner (Hägglingen). Im Park dürfen die Museumsbesucher erste Versuche mit dem Pétanque-Spiel unternehmen und unter Anleitung von erfahrenen Klubmitgliedern mitspielen. «So kann das Strohmuseum auch einmal unseren schönen Park einbeziehen», sagt Anna Hegi. Pétanque ist ein Spiel, das keine Altersgrenzen kennt. So ist einer der ersten Pétanquespieler im Aargau, Hardy Loosli aus Aarau, bereits 97 Jahre alt und frönt dem Sport noch immer, verrät der pensionierte Wohler Baumeister Willy Fuhrer.

Fuhrer ist Mitgründer und erster Präsident des Pétanque-Clubs Chly Paris Wohlen. «Wir gründeten damals den ersten Club im Aargau. Seither sind viele weitere Clubs gegründet worden.» Von 1972 bis 1976 trug der Club seine Spiele und Trainingslager auf Fuhrers Werkhofplatz in Waltenschwil aus, «oft auch im Winter, wenn auf dem Platz Schnee lag», erinnert sich Fuhrer. Seit 1976 befindet sich der Pétanqueplatz in Wohlen bei der Kunsteisbahn, laut Richner an einem idealen Ort, «wo wir keine Nachbarn stören, denn wir spielen in der Regel bis in die Nacht hinein.»

Pastis und Crêpes zum Spiel

Am Museumstag können die mitspielenden Besucher kleine Preise gewinnen – einen Mohrenkopf. «Wir setzen darauf, dass an diesem Tag auch viele Familien ins Museum kommen», meint Anna Hegi. So verspricht sich der Pétanque-Club, allenfalls auch junge Menschen für den Sport begeistern zu können. Damit das Spielen am Museumstag erst recht gemütlich wird, servieren die Museumsmitarbeiterinnen den Gästen, typisch französisch, Pastis und verschiedene Crêpes. Selbst in kirchlichen Kreisen hat sich herumgesprochen, dass Pétanquespieler dem Frohsinn zugeneigt sind. «Ich habe eine Einladung der Reformierten Kirchgemeinde Wohlen auf dem Tisch, dass wir unseren Club auf dem Platz vor der Kirche präsentieren dürfen», erklärt Richner.

Museumstag im Strohmuseum Sonntag, 18. Mai, 12 bis 17 Uhr, Pétanque-Spielbetrieb 13 bis 17 Uhr.