Zufikon
Fisch, Crevetten oder Hummer: Bianchi liefert jede Woche 40 Tonnen aus

Die Bianchi AG war früher eine Wildmetzgerei, heute ist sie einer der grössten Arbeitgeber der Region. Die Mitglieder des Gewerbevereins Kelleramt besichtigten den Betrieb und entdeckten nebst aussergewöhnlichen Fischen auch andere Spezialitäten.

Dominic Kobelt
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Firmenrundgang durch die Bianchi AG in Zufikon
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Dominic Kobelt

Es wäre ein super Gruppenkostüm für die Fasnacht gewesen: Ein ganzer Saal voller Leute, von oben bis unten in Plastiküberzüge verpackt, inklusive Kopfhaube und blauen Schuhüberzügen. Irgendetwas zwischen Chirurgen und Müllmännern.

Statt einem Kostümwettbewerb folgte ein Rundgang durch die Firma Bianchi, die wöchentlich rund 40 Tonnen Fische und Meeresfrüchte an seine Kunden verteilt und mit 250 Arbeitsplätzen auch einer der grössten Arbeitgeber der Region ist.

Mehr als nur Fisch

Bevor die Mitglieder des Gewerbevereins Kelleramt die gekühlten Lagerhallen betreten durften, mussten sie ihre Hände in einen Kasten halten, der mit einem leisen Zischen eine Wolke von Desinfektionsmittel versprühte.

Im ersten Raum warteten Palette voller Köstlichkeiten auf ihre Abholung. Alle waren angeschrieben mit der Tourennummer – über 100 Touren werden jeden Tag gefahren. Dazu meinte Claudia Hoffmann, Präsidentin des Gewerbevereins Kelleramt: «Bianchi kennt man entweder aus den guten Restaurants – oder von der Autobahn.»

Beim Rundgang wurde schnell klar, dass Bianchi nicht nur Fische verkauft – gerne hätte man hier und da eine Packung Crevetten, ein Lammfilet oder ein paar Spareribs eingesteckt. Ursprünglich war das Geschäft eine kleine Wildmetzgerei, heute macht das Wild noch 4% aus.

Das Sortiment umfasst neben Fisch (40%) und Seafood (18%) auch Geflügel (22%), Fleisch (14%) und Delikatessen (2%). Der Frischprodukteanteil macht dabei etwas mehr als die Hälfte aus. Am frischesten sind wohl die Hummer, die in den Bassins mit zusammengebundenen Scheren auf ihre Auslieferung warten – bis zu 350 kg Hummer lagern hier im Wasser.

Seezunge und Goldbutt

Felix Furrer zeigte den Besuchern, dass es neben Lachs und Forelle noch andere delikate Fische gibt. «Wenn ihnen der Arzt rät, sie sollen mehr Fisch essen, dann gibt es bessere Varianten als Fischstäbchen mit Mayonnaise zu verdrücken», sagte er. Vor sich ausgebreitet lagen Goldbutt, Seezunge und Seeteufel bis hin zum Roten Knurrhahn.

«Der kann tatsächlich so ein Geräusch machen, wenn er das Wasser durch die Kiemen drückt», erklärte Furrer. Auf den Umweltschutz angesprochen erklärte der Fischexperte: «Will man die natürlichen Bestände schonen, muss man auf Zuchten ausweichen. Bei uns sind von 10 Fischen 7 aus der Zucht.» Bianchi sei auch WWF-Seafood-Mitglied.

Den Abschluss fand der Rundgang in einer riesigen Tiefkühlhalle. Hier lagern 5500 Palette voller Tiefkühlkost auf Regalen. Die Mitarbeiter, die in dicken Winterjacken und Mützen mit Ohrenschutz an der Gruppe vorbei gingen, grinsten fröhlich. Bei Minus 20 Grad war manchen Besuchern im Sommerhemd eher nach schlottern als grinsen zumute.