Wohlen
Firma schafft neuen Platz für 7200 Tonnen Getreide

Die Getreidecenter Freiamt AG erweitert ihren Lagerplatz um einen neuen Silo und ein Speiseöl-Tanklager.

Melanie Burgener
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Geschäftsführer Toni Küng und der Verwaltungsrat freuen sich auf den Neubau.

Geschäftsführer Toni Küng und der Verwaltungsrat freuen sich auf den Neubau.

Melanie Burgener

Ein riesiger schwarzer Balken ragt neben den beiden Silos in den Wohler Himmel und machte sich in den vergangenen Wochen mit kräftigem Motorenlärm in der Umgebung bemerkbar. Es handelt sich dabei um eine Bohrmaschine der Firma Kibag Holding AG, die für die Pfahlfundation der neuen Bauten am Grenzweg 7 verantwortlich ist. Denn die beiden Lagersilos erhalten Zuwachs: Ein weiterer Silo und ein Speiseöl-Tanklager sollen bis zur Erntezeit 2018 zur Verfügung stehen.

Trotz Rückgang bauen sie aus

In den letzten Jahrzehnten ist der Getreideanbau schweizweit stark zurückgegangen. Ein Problem, von dem die Getreidecenter Freiamt AG jedoch nicht viel mitbekommt, im Gegenteil: Die AG stösst mit den Lagerkapazitäten sogar an ihre Grenzen. Denn mittlerweile nimmt das Unternehmen jährlich rund 20'000 Tonnen Getreide und Ölsaaten an und lagert diese in den beiden bisherigen Silos. «In diesem Jahr sind es sogar zwischen 23'000 und 24'000 Tonnen», berichtet Verwaltungsratspräsident Erich Kuhn. Die gesteigerte Zulieferung und die daraus resultierende Notwendigkeit der Auslagerung, brachten den Verwaltungsrat zu dem Entscheid, dass mehr Platz geschaffen werden muss. Um diesen Platz zu schaffen, wird der Lagerplatz von zwei Silos am Grenzweg um einen weiteren ausgebaut. Dieser wird oben und unten mit Silo nummer eins und zwei verbunden. Die Getreidecenter Freiamt AG hat mit dem neuen Silo eine Gesamtlagerkapazität von zusätzlichen 7200 Tonnen. Total 25'000 Tonnen, die sie auf 109 verschieden grosse Zellen verteilen kann.

Für dieses Projekt musste jedoch das Rapsöllager der Firma Sildamin SA aufgehoben werden. Ganz weg kommt das Lager allerdings nicht. Das provisorische Tanklager mit Auffangwanne neben dem ursprünglichen Standort wird in der ersten Novemberwoche durch ein neues, aus Holland hergebrachtes Lager ersetzt. Die sechs Edelstahltanks können in Zukunft 2'700'000 Liter Raps- und Sonnenblumenöl fassen.

Grosse Last des neuen Silos

Für die Gesamtleitung des Projekts ist die Roger Stöckli Baumanagement AG unter der Leitung von Stephan Hinners verantwortlich. Sie hat sich bei beiden Bauten für eine Pfahlfundation entschieden. Denn der neue Silo, der am Ende auf einer Fläche von 18 mal 18 Metern stehen und 40 Meter in die Höhe ragen wird, hat alleine schon einiges an Gewicht. Die rund sieben Tonnen Baumaterialien, zusammen mit den ebenso schweren, zukünftigen Einlagerungen, ergeben pro Quadratmeter ein Gewicht von 42 Tonnen. Dieses Gewicht wird dazu führen, dass sich das Gebäude später auch noch um ungefähr sieben Millimeter absenken wird. Rund 200 Pfähle für die Fundation sitzen bereits gut 20 Meter in der Tiefe, um diese Last später zu tragen. Auch der Aushub für den neuen Lagerraum hat bereits begonnen.

«Die Kosten für den Silo und das Fundament des Tanklagers von 5 bis 5,7 Millionen Franken werden von uns finanziert», stellt Toni Küng klar. Für die Tanks hingegen müsse der Mieter, die Firma Sildamin SA, selber aufkommen.