Widen
Finnenbahn für Burkertsmatt geplant

Der Lions Club sponsert eine Finnenbahn im Islerewald – die Ortsbürger müssen dem Geschenk aber zuerst zustimmen.

Sebastian Hagenbuch
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Die Burkertsmatt lebt bereits, obwohl sie weder eingeweiht noch fertiggestellt ist. Davon konnten sich die Abgeordneten des Gemeindeverbandes Burkertsmatt an der Abgeordnetenversammlung überzeugen, die erstmals in der Mehrzweckhalle stattgefunden hatte. Von dort hat man einen Überblick über die immense Sportanlage – und diese soll nun noch um eine Finnenbahn erweitert werden. Der Lions Club möchte eine solche Bahn im südlich angrenzenden Islerewald im Wert von rund 33000 Franken sponsern.

Erste Hürde genommen

Die 850 Meter lange Finnenbahn, auf der Jogger auf Holzschnitzeln gelenkschonend Sport treiben können, hat eine erste Hürde genommen: Die Abgeordneten stimmten der Erweiterung der Burkertsmatt ohne Gegenstimme zu. «Der Lions Club ist bereit, jährlich einen Einsatz zur Instandhaltung der Bahn zu leisten», erklärte Förster Christoph Schmid. Die Burkertsmatt wäre wöchentlich für einen Rundgang besorgt. Es warten aber noch weitere Hürden auf das Projekt: Die Ortsbürger von Rudolfstetten als Waldbesitzer und der Kanton Aargau müssen die Finnenbahn absegnen. Schmid ist zuversichtlich: «Das Projekt ist sinnvoll, und der Islerewald wird ohnehin stark begangen. Für die Natur hält sich die Zusatzbelastung in Grenzen», meint er.

Sehr zufrieden mit dem heutigen Stand der Bauarbeiten zeigten sich die Vereine. Ihre Anliegen wurden fast perfekt umgesetzt, und die neue Dreifachhalle ist bereits an jedem Abend von 17 bis 22 Uhr restlos belegt. Stefan Bossard, Gemeindeammann von Berikon, äusserte ein Begehren: «Mein Wunsch ist, dass sich die Vereine für die Anlage engagieren, uns dabei helfen, sie in Schwung zu halten und uns auch bei der Gönnersuche unterstützen.» Bis jetzt hat man gut 40 Gönner gefunden, die knapp 55000 Franken zugesprochen haben. «Unser Ziel sind 100 Gönner und ein Beitrag von 100000 Franken. Das werden wir hoffentlich erreichen», erklärte Peter Spring von der Kommission PR und Sponsoring.

Oberwil-Lieli profitiert

Punkto Finanzen kommt Oberwil-Lieli sehr gut weg: Die Gemeinde muss sich nur am Beitrag der Kreisbezirksschule Mutschellen beteiligen, was voraussichtlich bescheidenen 6000 Franken entspricht – verglichen mit den 27 Millionen für die Gesamtanlage Burkertsmatt in der Tat sehr wenig. Wäre die neue Halle bei der KSM errichtet worden, hätte Oberwil-Lieli einen ungleich höheren Beitrag von rund 1,4 Millionen Franken bezahlen müssen. Präsident Roland Keller machte die Abgeordneten darauf aufmerksam, dass dieses Thema auf der Ebene Politik und nicht vom Abgeordnetenverband weiterverfolgt werden sollte.

Für den Betrieb des Sportzentrums herrscht grosse Zuversicht. «Ich bin überzeugt, dass diese Anlage leben und rege genutzt werden wird», sagte Präsident Roland Keller. Zusätzlich Auftrieb dürfte die Verpflichtung des neuen Betriebsleiters gegeben haben: «Mit Georg Nafzger konnten wir einen echten Vollprofi engagieren, der sehr erfolgreich im Hardturm und im Letzigrund gearbeitet hat», schwärmte Betriebskommissionspräsident Erich Näf.

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