Weisse Pracht

Fieser Schneefall zum Frühlingsanfang

Im Freiamt kam es, wie fast überall, zu massiven Behinderungen während der Hauptverkehrszeit, aber kaum zu Unfällen.

Heute Donnerstag ist Frühlingsanfang, jedenfalls aus meteorologischer Sicht. Aber statt Sonnenschein und wärmeren Temperaturen gabs Schnee – nicht wirklich viel, aber auf fiese Art. Er machte Strassen gefährlich rutschig, sodass viele Verkehrsteilnehmende erst später zur Arbeit erschienen. Die Räumungsfahrzeuge waren zwar schnell im Einsatz, ebenso die Leute vom Werkdienst, welche Trottoirs und Fussgängerstreifen räumten. Aber sie hatten einen schweren Stand. Die Verkehrswege vereisten schnell und ziemlich stark.

Herbert Küng, Leiter Werkdienst Muri, hatte eine gute Nase. Er liess am Vorabend Salzstreuer an die Fahrzeuge des Murianer Werkdienstes montieren. «Natürlich beachten wir den Wetterbericht, aber der Schnee kam dann doch ab 4.30 Uhr etwas überraschend.» Also galt es, auch noch Pflüge anzukoppeln. «Ab 5.30 Uhr waren wir unterwegs». Die Arbeit ging bis tief in den Nachmittag hinein. «Bei wichtigen Strasssenabschnitten, etwa dem Aettenberg sowie Nord- und Südklosterrain, mussten wir, kaum war die Arbeit beendet, wieder von vorne anfangen.» Am Nachmittag wurden dann weniger wichtige Strassen sowie Plätze geräumt. «Es lohnt sich, saubere Arbeit zu leisten», weiss Küng, «sonst haben wir bei diesen tiefen Temperaturen am nächsten Morgen zusätzliche Probleme.»

Die Regionalpolizei Muri war im regulären Patrouillendienst unterwegs, hatte aber keine schneebedingten Einsätze zu leisten, wie Daniel Selm stellvertretender Leiter der Repol, feststellt. Zusatzarbeit gab es hingegen für die Kantonspolizei. Auf dem Gebiet des Kantons mussten zahlreiche Auffahr- und Selbstunfälle registriert werden.

Zu wenig für Wintersport

Zwar hat der Schnee zur Hauptverkehrszeit zu erheblichen Schwierigkeiten geführt, jedoch nicht zu Wintersportfreuden neben den Strassen. Der Freiämter Hausberg ist zwar weiss und war auch am Vormittag dank guter Räumung problemlos zu erreichen, aber auf dem Horben reicht die Schneemenge nicht, um die Langlaufloipe zu nutzen oder den Skilift laufen zu lassen.

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