Aristau
Feumi löst den guten alten Seppli ab: Feuerwehr weiht neues Tanklöschfahrzeug ein

Die Feuerwehr hat ihr neues Tanklöschfahrzeug nicht nur getauft, sondern auch gleich demonstriert

Andrea Weibel
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Andrea Weibel

Es brennt! Tatsächlich stand am Samstag oberhalb der Schule Aristau ein Holzhäuschen lichterloh in Flammen. Doch es dauerte keine 60 Sekunden, da war die gesamte Feuerwehr Aristau mit rund 60 Feuerwehrleuten samt Tanklöschfahrzeug auf dem Platz und begann mit Wasser, Schaum und Atemschützern, das Haus zu löschen und nachzusehen, ob niemand eingesperrt war. Keine fünf Minuten später rauchte das Häuschen, das eigens für diese Demonstration aufgebaut worden war, nur noch ein wenig.

Die Zuschauer waren begeistert, der Kommandant Roman Meier stolz: «Mit dem neuen Tanklöschfahrzeug können wir sicher sein, dass alles einwandfrei funktioniert.» Das war bei «Seppli», dem alten TLF, nicht mehr ganz so, denn er hat bereits 27 Jahre auf dem Buckel und in dieser Zeit etwa 110 Ernstfalleinsätze geleistet. Seine Zeit ist abgelaufen, jetzt wird er abgelöst durch «Feumi».

Leider brauchts die Feuerwehr

Pastoralassistent Stefan Heinzmann fasste passend zusammen: «Am besten wäre es, wenn diese Einweihung eine sinnlose Aktion wäre, man das neue Tanklöschfahrzeug vergebens angeschafft hätte und man die Feuerwehr Aristau auflösen könnte.» Da es die Feuerwehr aber leider brauche, sei es gut, dass sie nun wieder mit dem erforderlichen Material ausgestattet ist. Dem stimmte auch Vizeammann Diana Wittwer zu und verwies auf die lange Feuerwehrtradition im Dorf: «Zum ersten Mal schriftlich festgehalten wurde unsere Feuerwehr 1760.»

Damals gab es in Althäusern einen grossen Brand, der zehn Häuser, einen Schweinestall, sechs Speicher und eine Scheune niederbrannte. Sie zeigte sich glücklich, heute eine so professionelle Feuerwehr zu haben, die das Dorf vor solchen Feuerkatastrophen schützen kann. So konnten 2017 ein Kaminbrand, ein brennender Abfallsack und ein vom Blitz getroffenes Storchennest im Murimoos rasch gelöscht werden. Daneben waren es vor allem überflutete Keller, ein Unfall und ein vom Sturm gefällter Baum, die den Einsatz der Feuerwehr Aristau forderten. Dies alles noch mit Seppli, der nun in den Ruhestand tritt. Jetzt nimmt Feumi seine Stelle ein. Der Name stammt übrigens aus der Beschaffungskommission. «Einen zu finden, war gar nicht leicht, aber jetzt gefällt er uns», so der Kommandant.

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