Oberlunkhofen/Jonen
Feuerwehr zeigt Primarschülern, worauf es im Ernstfall ankommt

An einem Jugendfeuerwehrtag haben 31 Kinder erfahren, aus Oberlunkhofen und Jonen einiges über die Arbeit der Feuerwehr erfahren. So verliessen sie etwa ein Haus mit einer Rettungsleiter.

Dominic Kobelt (Text und Fotos)
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Feuerwehr zeigt Primarschülern, worauf es im Ernstfall ankommt
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Die Kinder kühlten und verbanden fiktive Brandwunden.
Die Rettung aus einem Gebäude über die Leiter.

Feuerwehr zeigt Primarschülern, worauf es im Ernstfall ankommt

Dominic Kobelt

Die Feuerwehr Oberlunkhofen-Jonen möchte bereits die Kinder für die Feuerwehr begeistern. Ursprünglich stand der Gedanke einer Jugendfeuerwehr im Raum. «Wir mussten aber feststellen, dass der Aufwand dafür sehr gross ist, verglichen mit dem, was wir vermutlich an Nachwuchs hätten gewinnen können», erklärt Thomas Etterlin.

Er hat zusammen mit zwei Feuerwehr-Kammeraden den ersten Jugendfeuerwehrtag organisiert. Angemeldet hatten sich 31 Kinder, das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen war ausgeglichen. «Wir hoffen, so die Feuerwehr schon früh in einem positiven Licht zu zeigen», sagt Etterlin. Zudem habe man auch die Möglichkeit, mit den Eltern in Kontakt zu treten, wenn sie die Kinder wieder abholen, und so vielleicht auch noch den einen oder anderen Erwachsenen für die Feuerwehr zu begeistern.

Feuerlöscher und Verbände

Eingeladen waren alle Kinder der dritten bis zur sechsten Klasse in Oberlunkhofen und Jonen. Die Kinder durften die Strecke zwischen den beiden Dörfern, auf die die Posten verteilt waren, mit dem Feuerwehrauto zurücklegen – allein das schon ein Highlight.

Besonders eindrücklich war auch das brennende Öl, das mit Wasser gelöscht wurde, um zu zeigen, warum das keine gute Idee ist. Aus sicherer Entfernung beobachteten die Kinder die meterhohe Stichflamme. Am gleichen Posten lernten sie auch, was es für verschiedene Feuerlöscher gibt, und wozu sie geeignet sind. Unter fachkundiger Anleitung durften sie damit auch die Flammen bekämpfen.

Ganz in der Nähe verliessen die Kinder dann ein Haus über die Rettungsleiter. Langsam aber furchtlos machten sie sich auf den Weg nach unten. Auch mit dem Schlauch lernten die Kinder umzugehen, und vor allem, was für eine Kraft es braucht, diesen zu halten, wenn das Wasser voll aufgedreht wird. Am Sanitätsposten waren Verbände das Thema. Die aufgemahlten Wunden kühlten und verarzteten die Nachwuchs-Feuerwehrleute gekonnt.

Rettung aus dem Qualm

Zum Schluss demonstrierte die Feuerwehr den Ernstfall. Dicker Qualm drang aus einem Gebäude. Nach der Alarmierung rückten die Autos mit Blaulicht an, der Atemschutz wurde montiert und der Rettungstrupp bahnte sich wagemutig einen Weg ins Innere, wo eine Person gerettet werden musste. «Wissen die denn, dass das nur eine Übung ist?», fragte eines der Kinder. Zum Schluss erhielten alle Teinehmer ein Diplom. Dank der Unterstützung von Volg und Raiffeisen konnten sich die stolzen Nachwuchskräfte auch noch gratis mit Würsten und Getränken verpflegen. Die Feuerwehrmänner standen ehrenamtlich im Einsatz.