Berikon

Feuerwehr Mutschellen löschte den alten Volg

Der Atemschutztrupp birgt eine Person aus dem Haus.  Foto: ms

Der Atemschutztrupp birgt eine Person aus dem Haus. Foto: ms

Die jährliche Hauptübung der Feuerwehr zog ein grosses Publikum an.

Die Hauptübung der Feuerwehr Mutschellen lockte viele Zuschauer und Interessierte zum Feuerwehrdepot nach Berikon. Ziel der Übung war, den Einwohnern zu zeigen, dass ihre Feuerwehr jederzeit einsatzbereit wäre. Nachdem die Hauptorganisatoren Patrick Koller und Christian Hafner mittels Appell sichergestellt hatten, dass alle anwesend waren, ging man zum alten Volg, welcher später als Schadenplatz diente.

Viel Rauch, Wasser und Einsatz

Den Schaulustigen wurden kurz die Ziele der Feuerwehr erklärt, und nachdem die Unfallstrasse komplett gesperrt worden war, legten sie los. Christian Hafner führte durch die Übung und dokumentierte die einzelnen Schritte des Vorgehens ausführlich und verständlich.

An jeweils drei Fenstern waren verschiedenfarbige Fähnchen montiert. Gelb bedeutete, dass eine Person gerettet werden musste, rot, dass es ein Feuer zu löschen gab, und beim blauen Fähnchen durfte nur der Atemschutztrupp rein, da gefährliche Gase hätten austreten können.

Der Haupteinsatzleiter Beat Suter delegierte seine Kameraden, die erste von drei Rettungen durchzuführen. Dafür benötigte man den von der Firma Bronto ausgeliehenen Hubretter, welcher eine Arbeitshöhe von bis zu 32 Metern aufweist. Beim nächsten Fenster wurde eine Hausinsassin via Handschiebeleiter evakuiert, was länger dauerte als die Rettung per Hubretter. Die dritte Person wurde vom Atemschutztrupp geborgen.

31 neue Feuerwehrleute

Intern war die Feuerwehr Mutschellen gut organisiert. Auch für Aussenstehende war klar, wer in welche Einsatzgruppe eingeteilt war, beispielsweise Rettung oder Front. Momentan umfasst die Feuerwehr Mutschellen 84 Mitglieder, wobei dieses Jahr 31 neue dazugestossen sind.

Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde war die Übung der Feuerwehr Mutschellen beendet und es folgte die Schlussbeurteilung. Hier bot sich die Gelegenheit, Kritik zu üben oder die erbrachte Leistung anzuerkennen. Punkte, welche die Feuerwehr Mutschellen noch verbessern sollte, waren die Kommandosprache, die lauter sein müsste, oder der vermehrte Einsatz der Funkverbindung mit dem Haupteinsatzleiter. Die Hauptübung wurde alles in allem jedoch mit Bravour bestanden.

Wertschätzung für Feuerwehr

Zum Schluss hielt Felix Schlatter, Mitglied des Gemeinderats Widen, eine kurze Rede. Er lobte den Einsatz der Feuerwehr Mutschellen und dankte allen «für die Einsatzbereitschaft und den Zuschauern für die Wertschätzung, die sie der Feuerwehr Mutschellen heute entgegenbringen». Er betonte, dass die Feuerwehr von grosser Bedeutung sei und alle Anwohner beruhigt seien, da sie sich auf sie verlassen könnten. Anschliessend war das Publikum ins Feuerwehrlokal eingeladen, wo den Besuchern Wurst, Brot und Getränke serviert wurden.

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