Bremgarten

Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene

Mit der Autodrehleiter wurde beim Einsatz eine supponierte Personenrettung durchgeführt.

Mit der Autodrehleiter wurde beim Einsatz eine supponierte Personenrettung durchgeführt.

An einer Feuerwehrübung bei der St. Josef-Stiftung in Bremgarten stand auch eine Drehleiter im Einsatz.

Montag, 16.12 Uhr: Alarm! «Feuer» in der Bremgarter St. Josef-Stiftung, viele Leute in «Gefahr», Blaulichtorganisationen (Feuerwehr und Polizei) im Einsatz. Glücklicherweise handelte es sich lediglich um eine Übung. Die erste in diesem grossen Rahmen auf dem Areal der St. Josef-Stiftung, wie von Stiftungsleiter Thomas Bopp zu erfahren war.

Fahrzeuge im Minutentakt

Kurze Zeit später befand sich bereits die rund 20-köpfige Betriebslöschgruppe (BLG) des Stifts auf dem Ereignisplatz. Im Minutentakt trafen Tanklöschfahrzeug, Atemschutz, Kantonspolizei, Pikettfahrzeug, Autodrehleiter (ADL) der Feuerwehr Wohlen sowie auch der kantonale Einsatzleiter Sanität (KEL-SAN) ein.

Auf dem Platz vor dem Restaurant JoJo beim Zentralbau und dem Haus Fortuna herrschte emsiges Treiben während der Übung. Einsatzleiter Özgür Sahin von der Feuerwehr Bremgarten wurde Rauchentwicklung in einem der Gebäude gemeldet. Ein Tanklöschfahrzeug mit Schnellangriff fuhr vor.

Unverzüglich gelangte ein Atemschutztrupp mit Wärmebildkamera zum Einsatz, der nach der ersten Überprüfung feststellte: «‹Vollbrand› der Türe des Raums, in dem Sauerstoffflaschen gelagert sind.» Ein weiterer Trupp hat das Erdgeschoss abgesucht und Personen ins Freie geführt. Mit der ADL wurde auf der Aussenseite des Hauses Fortuna im ersten Obergeschoss eine supponierte Personenrettung ausgeführt.

Befehlsgebung ist wichtig

Übungsleiter Stefan Lanz von der Feuerwehr Bremgarten hielt an der abschliessenden Besprechung zwar nicht mit Lob zurück, wies aber auch auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. Er ist bei der Betriebslöschgruppe der St. Josef-Stiftung Ausbildungschef Sanität und betonte, dass die definierte Befehlsgebung wichtig sei. Dieter Schurz, kantonaler Einsatzleiter Sanität, machte darauf aufmerksam, dass bei einem solchen Einsatz auf konstruktiver Basis zusammengearbeitet werden muss. Aus Sicht der Stiftungsleitung sei es wichtig, dass derartige Übungen stattfinden, «weil es letztlich um die Sicherheit der Menschen geht, die uns anvertraut sind», wie Thomas Bopp sagte.

Viele der Bewohnerinnen und Bewohner der St. Josef-Stiftung hätten sich gerne die Feuerwehrautos aus der Nähe angesehen. Doch das Wetter machte dem ursprünglichen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung; viel zu kalt und windig war es. Immerhin schaltete der Chauffeur eines der fünf eingesetzten Fahrzeuge am Schluss der Übung kurz die Sirene (Martinshorn) und das Blaulicht ein, um beim Publikum vielleicht doch noch einen bleibenden Eindruck vom ungewohnten Einsatz zu hinterlassen.

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