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Fertig mit der Leistungssteigerung: Kreisel Coop Muripark verliert das Turboelement wieder

Für einen Moment verkehrsfrei nur wegen der Corona-Krise: Turbokreisel in Muri am Montag, 9.15 Uhr

Für einen Moment verkehrsfrei nur wegen der Corona-Krise: Turbokreisel in Muri am Montag, 9.15 Uhr

Es ist der wichtigste Knotenpunkt im Bezirkshauptort Muri. Nun soll der Kreisel das 2018 eingeführte «Turboelement» zur Leistungssteigerung wieder aufgehoben werden. Der Kreisel Coop Muripark wird wieder einspurig.

Der Kreisel Coop Muripark in Muri wird wieder «normal»: Gegenwärtig liegen die vorgesehenen Änderungen öffentlich auf, die das seit 2018 eingeführte «Turboelement» zur Leistungssteigerung der Anlage aufheben. Viel zu machen ist nicht. Es müssen lediglich Markierungen und die Verkehrsinseln angepasst werden. Damit soll die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Mit den Änderungen wird die Kreiselfahrbahn wieder einspurig. Die Abbiegehilfen auf der Aarauer-, Zürcher- und Luzernerstrasse bleiben bestehen, was trotz Aufhebung des Turboelements eine geringfügige Leistungssteigerung ermögliche, heisst es im technischen Bericht. Die Zufahrt aus der Seetalstrasse bleibt wie bis anhin ohne Abbiegehilfe. Damit werde der Kreisel «im Grundsatz einfacher und verständlicher». Radfahrer werden wie bis anhin durch den Kreisel geführt. Auf allen vier Ästen befinden sich Fussgängerstreifen mit Mittelinsel. Sämtliche Fussgängerstreifen bleiben lagemässig bestehen. Die Fussgängerschutzinseln werden auf die neue Situation angepasst.

Vor allem Velofahrer fühlten sich gefährdet

Die Realisierung des Kreisels mit Turboelement erfolgte im Herbst 2018. Um Erfahrungen zu sammeln, wurde die Umgestaltung der Kreiselanlage als Versuchsbetrieb ausgelegt. Es kamen allerdings schnell Bedenken auf, vor allem Velofahrerinnen und -fahrer fühlten sich gefährdet. Die Verkehrserhebungen durch die Fachleute zeigten, «dass die Leistungsfähigkeit der Kreiselanlage leicht gesteigert werden konnte, die angestrebte Erhöhung um 15 Prozent konnte jedoch nicht erreicht werden». Betreffend die Kreiselbenutzung konnte festgestellt werden, dass die Fahrzeuglenker teilweise mit der Situation überfordert sind. «Dies hat sich merklich auf die Verkehrssicherheit und die Unfallsituation am Kreisel ausgewirkt.» Neben der Vermehrung der Unfallsituationen wurde festgestellt, «dass sich die Verkehrssicherheit insbesondere für den leichten Zweiradverkehr verschlechtert hat».

Jetzt wird der Kreisel, nicht nur aufgrund der Verkehrserhebungen, sondern auch auf Druck aus der Öffentlichkeit umgestaltet. Diese Anpassungen sollen baulich definitiv umgesetzt werden. Der Kreisel Coop Muripark ist der wichtigste Knotenpunkt im Bezirkshauptort. Der durchschnittliche tägliche Verkehr liegt auf der Aarauer- und Luzernerstrasse bei rund 12'000 bis 14'000 Fahrzeugen am Tag mit einem Lastwagenanteil von rund vier bis fünf Prozent. Auf der Seetal- und Zürcherstrasse beträgt der Verkehr 6000 bis 8500 Fahrzeuge am Tag.

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