Alterszentren in Widen und Bremgarten

Ferien für Personal sollen nicht mit Pauschale gedeckt worden sein

Nun wehrt sich der Verband regionale Alterszentren, dem auch das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten (im Bild) angeschlossen ist.

Knatsch um Betreuungspauschalen

Nun wehrt sich der Verband regionale Alterszentren, dem auch das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten (im Bild) angeschlossen ist.

Der Streit um die Betreuungspauschalen in zwei Alterszentren spitzt sich zu: Nun wehrt sich der regionale Verband gegen die Vorwürfe von Senioren und EVP.

Die EVP Mutschellen hat die Betreuungspauschalen von 40 Fr. pro Tag in den Alterszentren Burkertsmatt in Widen und Bärenmatt in Bremgarten scharf kritisiert. Parteipräsident Christoph Steinemann, selber Mitglied der Vereinigung aktiver Aargauer Senioren (VAAK), warf der Geschäftsleitung der beiden Zentren vor, sie habe dem Personal eine zusätzliche Ferienwoche gewährt und die Kosten dafür mit der Betreuungspauschale für die Bewohner gedeckt.

Bettina Ochsner, interimistische Geschäftsführerin des Verbands regionale Alterszentren, bestreitet diesen Vorwurf vehement: «Es ist mir schleierhaft, wie Herr Steinemann zu so einer Aussage kommt», sagt sie. Steinemann habe nie mit der Leitung der Alterszentren gesprochen. Ochsner hält fest: «Es ist richtig, dass das Personal eine Woche mehr Ferien hat.» Ausser in der Pflege entstünden daraus aber keine Mehrkosten. Sie begründet: «Diesen Schritt haben wir gemacht, um im Arbeitsmarkt bessere Karten zu haben.» Dabei verweist sie auf den Reusspark Niederwil, der dem Personal sechs Wochen Ferien gewähre.

Genügend Vorschriften

Ochsner kontert auch die Kritik der EVP Mutschellen: Es sei nicht klar, welche Leistungen mit den Betreuungskosten gedeckt würden. «Es ist sehr genau vorgeschrieben, was in die Betreuungskosten gerechnet werden darf und was nicht», betont sie. Sämtliche Alterszentren würden von Kanton und Bund kontrolliert und überwacht. Ochsner hält fest: «Der Kostenvergleich findet schon statt.»

Die neue Kostenstruktur mit Aufteilung der Leistungen in die drei Bereiche Pflege, Betreuung und Hotellerie «wurde uns von Bund und Kanton aufs Auge gedrückt», erklärt sie. Und Bettina Ochsner ergänzt: «Herr Steinemann sollte auch einmal die Hotelleriekosten mit den anderen Häusern vergleichen - wir haben in Bremgarten und Widen alles Einzelzimmer mit Dusche und Balkon.»

Die EVP Mutschellen hatte kritisiert, die Alterszentren verrechneten Pensionären 14 600 Franken pro Jahr pauschal für Betreuung, «ohne aber schriftlich zu deklarieren, welche Dienstleistungen dafür erhältlich sind». Die Partei fordert deshalb ab spätestens 1. Januar 2013 «ein klares, schriftliches und allen interessierten Personen zugängliches Reglement zu den Betreuungstaxen».

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