Oberrüti
Feierliche Kommunion – Jesus als Quelle des Lebens

Wie viele weitere im ganzen Freiamt durften am Weissen Sonntag auch in Oberrüti sieben Kinder ihre erste heilige Kommunion empfangen.

Cornelia Bisch
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Pfarreileiter Andres Lienhard verteilt die erste heilige Kommunion.

Pfarreileiter Andres Lienhard verteilt die erste heilige Kommunion.

Cornelia Bisch

«Habt ihr schon einmal eine Quelle gesehen?», fragte Pfarreileiter Andres Lienhard die Kinder zu Beginn seiner Predigt. «Ja», meldete sich eines, «die Quelle des Rheins». Er selbst sei kürzlich in Davos einem Bach gefolgt auf der Suche nach dessen Quelle, berichtete Lienhard. «Ich habe sie aber nicht gefunden. Es ist nämlich nicht leicht, Quellen zu finden.»

Die Erstkommunikanten waren gemeinsam mit Katechetin Anna Bodewig und Andres Lienhard sowie dem Priester Otmar Scherrer in die Pfarrkirche eingezogen, feierlich angeführt von der Musikgesellschaft Oberrüti, die auch im Anschluss an den Gottesdienst beim Apéro aufspielte.

Passend zur Evolutionstheorie

Jesus und Gott seien die Quelle, der Ursprung des Lebens, leitete Andres Lienhard zum Thema des Festgottesdienstes über. «Oft wird darüber diskutiert, inwiefern die Evolutionstheorie der Schöpfungsgeschichte aus der Bibel widerspreche», sagte er.

«Die Bibelgeschichte drückt sich in Bildern aus, will jedoch im Grunde nichts anderes sagen, als dass Gott eben der Ursprung des Lebens ist.» Das passe doch gut zur Evolutionstheorie und sei überhaupt kein Widerspruch. «Gott begleitet die Entwicklung des Lebens, über das wir oft nur staunen können.»

Der Pfarreileiter erinnerte an all das Gute, das den Menschen täglich im Leben widerfahre. «Überall sind Spuren von Gott zu erkennen.»

Jesus könne man nicht im heiligen Brot sehen, fuhr er fort. «Äusserlich bleibt das Brot einfach nur Brot.» Aber das Innere verändere sich. «Bei der Wandlung kommt Jesus so, wie er war, mit seinem Wesen, seiner Liebe ins heilige Brot.»

Kommunion heisst Gemeinschaft

Anna Bodewig las die Geschichte eines Königs, dem die Möglichkeit geboten wurde, sein Leben in einem fernen Land zu verlängern, indem er das Wasser des Lebens trinken würde.

Er fragte die Weisen um Rat. Fast alle ermunterten ihn dazu. Nur einer sagte: Wenn du das Wasser allein trinken sollst, dann trink es nicht. Denn ohne Freunde nützt dir auch das Wasser des Lebens nichts. Ohne Gemeinschaft ist der Mensch tot.

Das Kreuz, welches die Kinder als Andenken an die Feier erhielten, trägt im Zentrum ein Amulett mit dem Bild einer Hostie und eines Kelches. «Kommunion heisst Gemeinschaft», sagte Andres Lienhard abschliessend. «Dieses Kreuz erinnert euch an die Gemeinschaft mit Gott.»

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