Wohlen
FC-Wohlen-Trainingsplatz und Tennishalle auf der Wunschliste

Der Gemeinderat steht den Anliegen der Vereine positiv gegenüber. Die Umsetzung dürfte aber noch einige Zeit dauern. Ein erstes Grobkonzept steht: Demnach könnte die Erweiterung der Fussballanlage nördlich des Stadions Niedermatten angeordnet werden.

Jörg Baumann
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Links der bestehenden Sportanlage Niedermatten soll Land für neue Trainingsplätze eingezont werden. kob

Links der bestehenden Sportanlage Niedermatten soll Land für neue Trainingsplätze eingezont werden. kob

Der Fussballclub Wohlen braucht mehr Trainingsplätze und der Tennisclub Niedermatten will eine neue Tennishalle erstellen – beides Anliegen, die nicht im Schnellzugstempo erfüllt werden können.

«Allerdings warten wir schon seit 2007 auf einen definitiven Bescheid», sagt FC-Präsident Andreas Wyder. «Aber die dafür notwendige Einzonung in den Niedermatten wird gegenwärtig noch in Aarau bearbeitet – und wir müssen weiter auf einen weiteren Trainingsplatz warten», bedauert er.

Grobkonzept steht

Allerdings muss der Gemeinderat verschiedene Sportvereine unter einen Hut bringen. Neben dem FC Wohlen und dem Tennisclub wälzt auch der Kavallerieverein Bünztal Pläne für einen Neubau.

Er wolle neben dem Concoursplatz noch eine Reithalle erstellen, teilte der Verein dem Gemeinderat mit.

FC Wohlen: Schöne Fankultur, aber keine Pyros

Dem FC Wohlen machen die Hooligans derzeit nicht die Hölle heiss. Aber trotzdem befürchtet FC-Präsident Andreas Wyder, dass sich das Hooligan-Konkordat unter den Kantonen dereinst auch auf den FC Wohlen auswirken könnte. «Das wird uns Mehrkosten im Bereich der Sicherheit bringen», befürchtet er. Wyder lobt die Fans des FC Wohlen: «Sie sind friedlich. Da haben andere Clubs, auch der FC Aarau, schon mehr Probleme als wir. Allerdings mussten wir in der Vergangenheit auch schon Stadionverbote gegen Randalierer aussprechen. Aber seit langer Zeit haben wir Ruhe im Stadion Niedermatten.» Mit den Sicherheitsorganen habe der Verein die Lage im Griff. «Denn in den Niedermatten könnten Ausschreitungen auf der Tribüne bald sehr gefährlich werden. Die Tribüne ist steil,
wenn da jemand über die Brüstung fallen würde - das möchte ich mir gar nicht ausmalen.» Wyder spricht sich klar für eine «schöne Fankultur» und gegen Gewalt und Pyros aus. «Pyros haben in einem Fussballstadion nichts zu suchen. Ich erinnere mich an ein Spiel, das ich im Bernabeu-Stadion in Madrid besucht habe. Die Stimmung war so respektvoll wie in einer Kirche.» Transparente, Gesänge, Cheerleader - das habe alles Platz an einem Fussballmatch «Das passt zu Wohlen, und so soll es auch bleiben», meint Andreas Wyder. (BA)

Ein erstes Grobkonzept steht: Demnach könnte die Erweiterung der Fussballanlage nördlich des Stadions Niedermatten angeordnet werden.

Nördlich der Kunsteisbahn sieht der Gemeinderat die neue Tennishalle und den Allwetterplatz für den Schulsport, den Zirkus Knie und den Pferdesport und die Hundeschulung vor.

Das sei aber erst eine Auslegeordnung, die noch mit verschiedenen Anspruchsgruppen verfeinert werden müsse, stellt der Gemeinderat in der Botschaft zur Revision der Nutzungsplanung Siedlung fest.

Club ist am Anschlag

FC-Präsident Andreas Wyder versteht sehr wohl, dass die Sportplatzplanung noch Zeit braucht, bis sie ausdiskutiert ist. «Die Gemeinde Wohlen hat auch noch andere Aufgaben, als dem FC Wohlen einen weiteren Trainingsplatz zur Verfügung zu stellen. Aber trotzdem ist unser Club beim Trainingsbetrieb am Anschlag».

Das Hauptspielfeld im Stadion Niedermatten sei ausgelastet, erklärt Wyder. Der Trainingsplatz Rigacker stehe dem Club nur beschränkt zur Verfügung, und die Kantonsschule Wohlen überbaue nun auch ein Feld, auf dem der FC bisher trainieren konnte, mit einer neuen Turnhalle.

«Da wird es eng. Der grösste Engpass entsteht an den Abenden, wenn alle Amateur- und Schülermannschaften trainieren wollen. Die erste Mannschaft kann tagsüber trainieren, das können die anderen Teams nicht.»

Wyders Wunschvorstellung, die allerdings mit Fragezeichen behaftet ist: «Nächstes Jahr oder zwei Jahren sollten wir den neuen Trainingsplatz in Betrieb nehmen können.»

Raumplanerisch sei die Anordnung des Platzes nördlich des Stadions sinnvoll und aus seiner Sicht sinnvoll, sagt Wyder, der sich als Architekt mit solchen Fragen beschäftigt.

Günstige Variante für Tennishalle

Neben dem FC Wohlen hat auch der Tennisclub Niedermatten Platzprobleme. «Wir möchten eine neue Zweifachhalle erstellen», teilt Klub-PräsidentinMaja Meier mit.

Die definitiven Baupläne liegen aber noch nicht vor. «Wir haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der neuen Halle beschäftigt. An der nächsten Generalversammlung sollte sie das Ergebnis präsentieren können», sagt Meier.

«Ich stelle mir eine einfache Konstruktion vor, die zwischen einer halben und einer Million Franken kosten würde. Allerdings wollen wir die Halle selber finanzieren und brauchen dafür die Gemeinde nicht», betont Meier.

Im Gegensatz zur Tennishalle bezeichnet alt Einwohnerrätin Meier die geplante Eishalle als «Luxusobjekt», bei dem noch Einsparungen möglich seien.

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