Der Fall FC Wohlen gegen Wellington wird immer verrückter: Erst berichtete der ehemalige Wohlen-Spieler Wellington gegenüber der Aargauer Zeitung von getürkten Verträgen. Dann wird das Vertragswerk ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Nun kommt aus: Es gab auch noch eine handfeste Auseinandersetzung zwischen dem Spieler Wellington und Wohlen-Geschäftsführer Urs Bächer.

Fall Wellington: Fiktive Verträge beim FC Wohlen

Fall Wellington: Fiktive Verträge beim FC Wohlen?

Am Dienstagabend sind die beiden im Restaurant «The Pepper's» in Wohlen, wo Wellington mit seiner Familie ein Zimmer bewohnt, offenbar aneinander geraten.

Wellington schildert Vorfall vom Dienstagabend so: Bächer sei in sein Zimmer eingedrungen und habe laut «Wellington, Wellington, Contract, Contract» geschrien. Als der Spieler die Verträge nicht herausrückte, sei Bächer ihn angegangen.

Der «Pepper's»-Wirt hat den FCW-Geschäftsführer am Tag darauf auf das ungebührliche Verhalten hingewiesen, wie er gegenüber der Aargauer Zeitung sagt.

«Die Türe war angelehnt»

Bächer wiederum sieht das ganz anders: Er sei an besagtem Abend zwar bei Wellington gewesen, er sei aber nicht in dessen Wohnung eingedrungen, sagt er. «Die Türe war angelehnt, ich hatte mehrmals angeklopft», so Bächer.

Die Frau des ehemaligen FCW-Spielers habe ihn dann hereingelassen. Doch warum wollte Bächer unbedingt den Vertrag? «Ich wollte den Arbeitsvertrag, weil dem Spieler noch Pensionskassengelder zustehen», begründet er sein Interesse am Vertragswerk.

Wellington habe ihm dann in Aussicht gestellt, am Mittwoch eine Kopie beim FC Wohlen vorbeizubringen. Bächer habe dies akzeptiert und sei daraufhin wieder gegangen.

Bächers Assistentin habe am Mittwoch dann bei Wellington die Kopie abgeholt und dafür auch noch 7.50 Franken bezahlt. «Von einem Handgemenge kann keine Rede sein», sagt Bächer.