Eine zweistündige Geschwindigkeitskontrolle mittels Laser am 1. November auf der Isenlaufstrasse in Bremgarten brachte folgendes Ergebnis: Tempo von 134 Fahrzeugen gemessen, 40 Geschwindigkeitsübertretungen registriert. Fast jeder dritte Fahrer war also zu schnell. Finanziell hat sich der Aufwand der Regionalpolizei Bremgarten gelohnt. Die Kontrolle dürfte Bussgelder von rund 4000 Franken in die Kasse spülen.

Abbremsen nützte nichts

Regionalpolizist Patric Klauser installierte das kleine Lasergerät auf der Isenlaufstrasse unterhalb einer Signalisationstafel «Tempo 30». Laserkamera und Aufzeichnungsgerät erfassten alle Autolenker, die von der Ringstrasse zur Einmündung in die Luzernerstrasse fuhren. Wer das Laser-
instrument kurz vor der 30er-Tafel entdeckte und dann schnell auf die Bremse drückte, weil der Tacho zu viel anzeigte, hatte oft schon verloren. Das Lasergerät registrierte die Geschwindigkeit nämlich rund 60 Meter weiter hinten, unmittelbar nach der Kurve und der Fahrbahnverengung der Isenlaufstrasse.

Laut Patric Klauser setzt die Regionalpolizei seit zwei Jahren auf die ausgeklügelte, sehr genaue Lasermessung. Das sehr einfach zu handhabende Hightech-Gerät erspart die Nachbearbeitung freilich nicht. Mehrere Stunden verschlingen die Auswertung und Schreibarbeiten im
Repol-Quartier im Parterre des Rathauses Bremgarten.

Zwei müssen laufen

Ein Fahrer schoss bei der letzten Kontrolle in der 30er-Zone den Vogel ab. Nach Abzug der Toleranz/Sicherheitsmarge von 3 Stundenkilometern wurde er mit Tempo 57 gemessen. Der Schnellfahrer wird verzeigt, muss eine Busse von gegen 1000 Franken zahlen und den Fahrausweis voraussichtlich drei Monate abgeben. Vergleichsweise glimpflicher weg kommt ein zweiter Sünder, dessen Geschwindigkeit knapp über 50 Kilometer lag. Er muss das «Billett» wahrscheinlich einen Monat abgeben, wird mit mehreren hundert Franken gebüsst und ebenfalls verzeigt.

Für die meisten der 40 ertappten Fahrer und Fahrerinnen setzt es kleinere Ordnungsbussen im Betrag von 40 oder 120 Franken ab. 40 Franken muss einzahlen, wer die 30er-Limite um 1 bis 5 Stundenkilometer überschritt; abzüglich Toleranz/Sicherheitsmarge von 3 Stundenkilometer wurde diese Gruppe also mit Tempo 34 bis 38 gemessen. Die 120-fränkige Busse gilt für Netto-Überschreitungen von 6 bis 10 Stundenkilometer.

Tief ins Portemonnaie greifen muss rund ein halbes Dutzend Automobilisten, die abzüglich Toleranz 11 bis 15 Kilometer zu schnell waren. Sie erhalten einen Einzahlungsschein zur Überweisung von 250 Franken. Deutlich mehr muss ein Lenker abliefern, der das Tempolimit um 16 bis 20 Kilometer übertraf.

400 000 Franken aus Tempobussen

Was passiert mit dem Geld aus den Geschwindigkeitsbussen bei der Kontrolle an der Isenlaufstrasse? Es kommt nicht direkt dem Reussstädtchen Bremgarten zugute, sondern fliesst in den Gesamteinnahme-Topf der Regionalpolizei Bremgarten. Jährlich kommen aus Geschwindigkeitsmessungen im Repolgebiet mit den 16 angeschlossenen Gemeinden rund 400000 Franken zusammen. Hinzu kommen Bussgelder im Gesamtbetrag von jährlich ungefähr 300000 Franken aus dem ruhenden und dem fliessenden Verkehr (Parkbussen, Bussen wegen Autofahren mit dem Handy am Ohr etc).

Alles in allem wird so ein Drittel der Repol-Betriebskosten gedeckt, die rund 2,2 Mio. Franken im Jahr betragen. Die Restkosten tragen die 16 Gemeinden des Repol-Gebiets jeweils mit der Überweisung jährlicher Beitragszahlungen.