Die zuvor öffentlich nicht angekündigte Alarmübung hat am Mittwochabend in der Region für viel Aufsehen gesorgt: Aus Bremgarten und den umliegenden Gemeinden rasten Feuerwehrautos in Richtung Waffenplatz, auch die Polizei war unterwegs und aus einer Kaserne auf dem Waffenplatz quoll Rauch.

«Wir haben zusammen mit dem Waffenplatzkommando ein Szenario ausgearbeitet, mit dem wir die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Institutionen testen wollten», erklärte der Bremgarter Feuerwehrkommandant Thomas Burger. Das Übungsszenario ging von einem Brand auf dem Dach einer Kaserne aus. Der dabei entstehende Rauch machte diverse Rettungen vom Dach und aus den Gebäuden nötig.

Neben der Feuerwehr Bremgarten waren am Rettungs- und Löscheinsatz auch Angehörige der Betriebsfeuerwehren VBS (sie sind auf dem Waffenplatz Brugg und im AMP Othmarsingen stationiert) sowie der Feuerwehren Zufikon und Eggenwil beteiligt. Vom Mutschellen wurde zudem das Hubrettungsfahrzeug angefordert.

Insgesamt standen kurz nach der Alarmierung rund 170 Feuerwehrleute und Funktionäre im Einsatz. «Wir werden das Ergebnis noch im Detail auswerten. Aber wir konnten schon am Mittwochabend feststellen, dass sich die Übung gelohnt hat», sagte Burger.

Man habe verschiedene Schwachstellen im Einsatzkonzept geortet, welche jetzt verbessert werden könnten. «Darum geht es ja bei solchen Alarm-Übungen auch. Wir wollen erkennen, wo es Friktionen geben könnte, damit wir für einen echten Ernstfall dann auch möglichst gut gerüstet sind», erklärte der Bremgarter Feuerwehrkommandant.