Mutschellen
«Fahren Sie gratis auf einem E-Bike ins kleine Paradies»

Seit Donnerstag läuft die Gewerbeausstellung Mega 14 auf dem Mutscheller Kreisschulareal. Heute Samstag läuft die Sonderausstellung «Chleeblatt» Samstag im Gebiet Gunzenbühl an - eine gute Gelegenheit, dem Mega-Rummel zu entfliehen.

Lukas Schumacher
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Startklar: Förster Christoph Schmid, Initiant der Sonderausstellung, mit einem E-Bike der jüngsten Generation, das «Chleeblatt»-Besuchern am Samstag und Sonntag auf dem Mega-Gelände zur Verfügung steht.

Startklar: Förster Christoph Schmid, Initiant der Sonderausstellung, mit einem E-Bike der jüngsten Generation, das «Chleeblatt»-Besuchern am Samstag und Sonntag auf dem Mega-Gelände zur Verfügung steht.

Lukas Schumacher

Am Donnerstagabend begann auf dem Mutscheller Kreisschulareal die Gewerbeausstellung Mega 14. Ab heute Samstag, 11 Uhr, ist auch der zweite Teil der Ausstellung geöffnet, die Sonderausstellung «Chleeblatt» im Gebiet Gunzenbühl. Diese grüne Lunge befindet sich knapp zwei Kilometer südöstlich vom Kreisschulgelände. Sie ist eine einmalige Gelegenheit, dem Mega-Rummel für kurze Zeit ein Schnippchen zu schlagen.

Mit E-Bike oder Kutsche

Wer Lust aufs Abenteuer «Chleeblatt» verspürt, muss zwei Stunden Zeit dafür einplanen. Zur Sonderausstellung kann man sich entweder mit Elektroautos, per Ross und Wagen oder im Kleinbus chauffieren lassen. Sportliche tauschen einen persönlichen Ausweis gegen ein E-Bike samt Helm ein und gelangen im Sattel zum «Chleeblatt»-Start beim Steingarten an der Zopfstrasse. Dort begibt man sich zu Fuss auf einen 600 Meter langen, insbesondere auch für Familien geeigneten Rundgang.

«Im Gunzenbühl bieten wir allen garantiert Erholung, viel Wissenswertes und Unterhaltsames», sagt der 37-jährige Förster und «Chleeblatt»-Initiant Christoph Schmid. Schmid wollte schon bei der letzten Mutscheller Gewerbeausstellung, der Mega 09 vor fünf Jahren, eine Aussenausstellung im Gunzenbühl aufziehen. Daraus wurde nichts, weil damals einerseits die Planungszeit zu kurz bemessen war und man andererseits den Personentransport nicht zufriedenstellend regeln konnte.

Bäumchen und vielerlei Tiere

21 Posten säumen den «Chleeblatt»-Rundang, den der Forstbetrieb Mutschellen mit Unterstützung diverser Vereine, Unternehmer und Einzelpersonen zusammengestellt hat. Rundgänger dürfen kleine Fichten und Laubbäumchen in Humus einsetzen, der auf der nahen Beriker Kompostieranlage gewonnen wurde. Sie können eine Behausung für Wildbienen anfertigen, zuschauen, wie ein Energiemeiler im Eigenbau entsteht oder wie zügig eine mobile Säge funktioniert. Forstfachleute vermitteln Einblicke in die zeitgemässe Bewirtschaftung des Waldes mit einigen Gerätschaften und Maschinen, darunter einem Vollernter und einer Hackschnitzmaschine.

Ein grosses «Chleeblatt»-Thema sind Tiere. Zu Beginn des Rundgangs wird gezeigt, welche Tierarten im Wald wohnen. Am Ende des Rundgangs kann man die Tiere auf dem Hof Loostud begutachten, den die Betriebsgemeinschaft Koch-Wild-Friedrich als modernen Milchwirtschaftsbetrieb samt Laufstall und Melkroboter führt. Hier befindet sich auch ein Verpflegungsstand. «Das alles und noch viel mehr wird in der Sonderaustellung geboten», macht Schmid beste Werbung in eigener Sache, «es lohnt sich definitiv, per E-Bike oder einem anderen Gefährt unser kleines Paradies zu besuchen.»

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