Edel gestaltet, beste Qualität, perfekt gemacht und 100-prozentig schweizerisch: Josef Nietlispach, unter anderem Inhaber der Murianer Profilpress AG, will mit seiner neuen Firma in Muri eine starke Marke im Hochpreissegment aufbauen und gleichzeitig mit einem Online-Shop auf die neuen Herausforderungen im Verkauf reagieren. Die Nepro AG stellt so alltägliche Dinge wie Kleiderständer- und -bügel, Früchteschalen, Schlüsselkästchen, Serviettenringe, Beistelltische oder Bücherregale, Schirmständer, Weingestelle und Cheminée-Wagen her.

«Wir erfinden nichts Neues, wir machen Bekanntes schöner und besser», fasst Nietlispach zusammen. Willkommener Nebeneffekt: Schwankungen beim Auftragseingang und der Produktion in seinen beiden anderen Firmen, der Profilpress AG und der Stäuble AG, Draht- und Metallverarbeitung, beide ebenfalls in Muri domiziliert, können so ausgeglichen werden. Insgesamt werden heute 125 Mitarbeitende beschäftigt.

Aufbau des Internetverkaufs

«Es ist anspruchsvoll geworden», sagt Nietlispach, der im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bewusst keine ausländische Niederlassung gründet und ausschliesslich in der Schweiz produziert, obwohl die Profilpress AG 50 Prozent ins Ausland exportiert. Der harte Franken macht dem Unternehmer zu schaffen, die Billigkonkurrenz aus Indien oder von anderswo ebenso. Aber mit Qualität und Schweizer Präzision bietet er der Konkurrenz die Stirn, ist Nietlispach überzeugt und hat deshalb, «anstatt zu jammern», die neue Firma gegründet.

Diese stellt Produkte her, die vom Design über die Produktion bis zur Auslieferung immer in den eigenen vier Wänden in Muri realisiert werden. Die Nepro AG startet jetzt mit 50 Produkten, weitere 50 sind noch in der Entwicklung, in zwei, drei Jahren soll die Marke mit rund 200 Produkten am Markt sein. Profitcenter-Leiter ist der Buttwiler Fabian Berchtold, der seine Lehre als Konstrukteur in der Profilpress AG absolviert hat und nach Wanderjahren wieder für die neue Aufgabe zurückgekehrt ist.

Alles ist möglich

Abfallkörbe mit eigenem Signet in Edelstahl? Kein Problem. Massgeschneidertes Flaschengestell aus verzinktem Stahl oder Pflanzentrog aus Blech? Design-Standaschenbecher? Zigarrenetui als hochwertigem Aluminium? Nietlispach lacht: «Haben wir. Oder machen wir.» Speziell ist, dass die Nepro AG auch Ideen von Kunden und Kleinserien weiterentwickelt und realisiert. «Haben wir das Gefühl, eine Idee lasse sich weiter vermarkten, zahlen wir auch eine Lizenzgebühr, wenn wir sie ins eigene Programm aufnehmen können», sagt er. «Unsere Produkte heben sich von der Massenproduktion ab, auch im Preis», sagt der Unternehmer. Aber dank der direkten Vermarktung kann die Preisgestaltung trotzdem in einem vernünftigen Rahmen gehalten werden, weil die Marge des Zwischenhandels entfällt.

Eine Sonderstellung nimmt die neue Ladestation ein, mit denen beispielsweise Gastwirte, Schwimmbäder, Kinos oder andere öffentliche Einrichtungen ihren Kunden die Möglichkeit geben können, die Akkus ihrer elektronischen Mobilgeräte kostenlos und diebstahlsicher aufzuladen. Die elegante Ladestation mit bis zur vier Anschlüssen und einer Steckdose pro Ladefach ermöglicht das Laden aller aktueller Geräte. Sie können sowohl gekauft als auch gemietet werden.

Viel Knochenarbeit

«Es sind jetzt einige Anfangsinvestitionen notwendig, und es bedeutet viel Knochenarbeit, die neue Firma zu etablieren», weiss Nietlispach. Es geht nicht nur darum, neue Produkte zu entwickeln, sondern das Angebot bekannt zu machen. Auch das braucht seine Zeit. «Wir streben nicht den schnellen Profit an, sondern eine nachhaltige Entwicklung.» Die richtigen Grundlagen dafür sieht der Beinwiler im Standort Schweiz, in der stetigen Innovation und in der Begeisterung aller Beteiligten.

Mehr Informationen unter: www.nepro-produkte.ch