Wohlen

Ex-Berufsbeistand kann vermehrt «Isebähnle»

Bernhard Knecht (links) mit Verbandspräsident Bruno Breitschmid, rechtsGeschäftsführer Ignaz Heim und Vizepräsidentin Bernadette Sutter. BA

Bernhard Knecht (links) mit Verbandspräsident Bruno Breitschmid, rechtsGeschäftsführer Ignaz Heim und Vizepräsidentin Bernadette Sutter. BA

Nach 15 Dienstjahren tritt der Berufsbeistand Bernhard Knecht (Besenbüren) in den Ruhestand. «Ich wollte mich mit 63 Jahren pensionieren lassen. Das gelingt mir jetzt.»

Nach 15 Dienstjahren tritt der Berufsbeistand Bernhard Knecht (Besenbüren) in den Ruhestand. «Ich wollte mich mit 63 Jahren pensionieren lassen. Das gelingt mir jetzt», erklärte er bei der Verabschiedung an der Abgeordnetenversammlung des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes des Bezirks Bremgarten in Wohlen.

Bernhard Knecht steht noch ein paar Wochen als «Springer» zur Verfügung. Dann will er aber vermehrt seine Freizeit beim Bergsport und beim «Isebähnle» mit seiner Modelleisenbahnanlage geniessen. Zudem möchte sich Knecht weiterhin als Gemeindeammann für seine Wohngemeinde Besenbüren und deren Bewohner einsetzen.

Kontakt zu Gemeinden verloren

Mit leisem Bedauern stellte Knecht fest, dass die Berufsbeistände mit dem Systemwechsel von der Amtsvormundschaft zum Kindes- und Erwachsenenschutzdienst mit dem Familiengericht etwas den Kontakt zu den Gemeinden verloren hätten. «Aber man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Und das ist wohl auch richtig so.»

Die Mitarbeitenden des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes bearbeiteten letztes Jahr im Bezirk Bremgarten 647 (2013:629) Beistandschaften. Der Arbeitsdruck war eminent. Dem Team blieben etliche Überstunden nicht erspart. Auf Ende Jahr 2015 kündigte die Stellenleiterin Ursula Märki. Ihren Posten übernahm der neue Geschäftsführer Ignaz Heim (Gipf-Oberfrick). Der Schutzdienst sei «professionell und engagiert unterwegs», bemerkte Heim.

Grosse Rechnung für Gemeinden

Die Gemeindedelegierten mussten sich mit einem recht unangenehmen Thema befassen: mit der Ausfinanzierung der Forderung der Aargauischen Pensionskasse (APK), aus der die Verbandsgemeinden ausgetreten sind. Die Gemeinden müssen die entstandene Finanzierungslücke mit 677 217 Franken decken. Der Betrag war früher wesentlich tiefer geschätzt worden, was Verbandspräsident Bruno Breitschmid, Gemeinderat in Wohlen, ausdrücklich bedauerte. Nach einem längeren Abstimmungsprozedere einigte man sich auf den vom Vorstand präsentierten Verteilschlüssel, der auf dem Stand des Jahres 2007 errechnet wurde, in dem die Gemeinden aus der Pensionskasse austraten. Andere Berechnungsmodelle fanden keine Mehrheiten. Nach dem nun geltenden Modus müssen die grössten Gemeinden auch am meisten zahlen. So trifft es Wohlen mit 212 000 Franken, Bremgarten mit 61 000 Franken und Rudolfstetten mit 52 000 Franken. Die Gemeindedelegierten genehmigten auch die Betriebsrechnung 2014. Sie schloss mit einem Aufwandüberschuss von 11 000 Franken ab. Die Tätigkeit des Schutzdienstes kostete 1,8 Millionen Franken.

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