«Nach vorne schauen» lautet die Devise in Zufikon. Diese Aussage basiert auf dem überarbeiteten Leitbild als Wegweiser für die Zukunft des Dorfes. Die Exekutive erachtet die neu aufgelegte Schrift nicht nur als Kompass und Manifest der Grundgedanken für die Entwicklung der Gemeinde. Vielmehr werden in Wort und Bild die Werte präsentiert, die für Zufikon wichtig sind: Grundgedanken zu sechs Entwicklungsschwerpunkten mit den dazugehörigen Leitsätzen sowie vertiefte Erläuterungen. Das Leitbild ist zugleich eine Visitenkarte der rund 4350 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Gemeinde.

Moderates Wachstum angestrebt

Die in einem Umfang von 16 Seiten gestaltete farbige Broschüre zeigt auf, wie das Dorf auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist und dass ein moderates Wachstum angestrebt wird. Es wird betont, dass der ländliche Charakter der Gemeinde beibehalten werden soll. Das revidierte Leitbild richtet sich gleichermassen an die Behörden, die Verwaltung und an die Bevölkerung.

Es soll aktiv genutzt werden. Das Leitbild setzt auf eine hohe Wohn- und Lebensqualität in Zufikon, begrüsst das grosse Engagement der Ortsbürgergemeinde für das «Wohnen im Alter» und verweist auf das aktive Gemeinde- und Vereinsleben. Hervorgehoben werden die kundenorientierten und kompetenten Dienstleistungen der Gemeinde sowie die transparente Informationspolitik, ganz nach der Devise: «Zufikon ist ‹Service public›».

Bildung («Wir wollen eine eigenständige Schule Zufikon erhalten»), Soziales («Wir sind offen für soziale Anliegen»), Infrastruktur («Wir halten unsere Werke auf einem guten Stand und investieren deshalb stetig») sowie Umwelt («Die Erhaltung der Natur als Erholungsraum wird gefördert») bilden die weiteren tragenden Säulen der Gemeinde und nehmen ihren entsprechenden Platz im Leitbild ein.

Das Leitbild aktualisiert

Auf die Frage, für welche Zeitspanne das Leitbild gedacht ist und wie oft es aktualisiert wird, sagte Gemeindeammann Christian Baumann auf Anfrage zur Aargauer Zeitung: «Dieses Jahr wurde die erste Version des Leitbildes aus dem Jahr 2010 durch den Gemeinderat überarbeitet und abgesegnet.»

Geschaffen wurden sowohl das Leitbild als auch der Masterplan von Zufikon übrigens aus Anlass seiner Wahl zum Gemeindeammann per 1. Januar 2010 von Christian Baumann, zusammen mit dem Leiter Finanzen. «Danach wurde unsere Arbeit dem Gemeinderat vorgelegt und dieser hat nach gewissen Anpassungen unser erstes Leitbild abgesegnet», so der Gemeindeammann.

«Damals bestanden weder ein Leitbild noch ein Masterplan. Diese werden in der Regel von externen Beratern erarbeitet. Wir haben den Alleingang – und erst noch günstiger – gewählt. Der Masterplan dient übrigens als gutes Führungsmittel, vorausgesetzt man setzt dieses richtig ein und macht alljährliche Anpassungen aufgrund der jährlichen Budgetrunden», erwähnte Christian Baumann.

Im Zufiker Leitbild steht: «Ein Leitbild ist eine Visitenkarte und macht ‹gluschtig› auf unser tolles Dorf.» Was sagt der Gemeindeammann zu jemandem, weshalb er Zufikon als Wohnort auswählen soll? «Das würde den Rahmen sprengen, wenn ich alle Details erwähnen würde. Aber das Leitbild gibt darüber zum Teil Auskunft.

Kurz zusammengefasst: Wir haben sehr viel Erholungsraum mit Wald und zusätzlich Grünfläche im Zentrum unseres Dorfes, zusätzlich praktisch vor der Haustüre eines der schönsten Naturschutzgebiete, den Flachsee. In wenigen Minuten erreicht man das gesamte Autobahnnetz der Schweiz.»

Weiter erklärte er: «Wir verfügen über einen bestens ausgebauten öffentlichen Verkehr mit Schnellbus direkt in die Stadt Zürich, inklusive Regionalbahn mit S-Bahn-Taktfahrplan, und in etwa 30 Minuten erreicht man den Flughafen Kloten.» Und was für Gemeindeammann Baumann besonders erwähnenswert ist: «Trotzdem kennen wir in Zufikon weder Auto-, Bahn- noch Fluglärm. Zu guter Letzt haben wir seit geraumer Zeit einen attraktiven Steuerfuss von 88 Prozent.»

«Breites Angebot»

Schliesslich wollte die az vom Gemeindeammann noch wissen, wie er denn persönlich den «Lebensraum Zufikon» – in Anlehnung an das Leitbild – umschreibt. Dazu Christian Baumann: «Mit einer bestens ausgebauten Gemeindeinfrastruktur, zusätzlich ab Februar 2017 Tagesstruktur, kann sich eine junge Familie in unserem Dorf aus einem breiten Angebot bedienen und zugleich die Natur als Erholungsraum vor der Haustüre geniessen.»