Wahlen in Zufikon
"Es war eine riesen Katastrophe": Der Umsturzversuch ist nicht geglückt

Christian Baumann bleibt Gemeindeammann in Zufikon. Herausforderer Berndt Samsinger war mit rund einem Drittel der Stimmen chancenlos.

Toni Widmer
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Links: Berndt Samsinger (parteilos) Rechts: Gemeindeammann Christian Baumann (parteilos

Links: Berndt Samsinger (parteilos) Rechts: Gemeindeammann Christian Baumann (parteilos

Christian Breitschmid

Nach einem sehr intensiven und zum Teil recht schmutzigen Wahlkampf bleibt in Zufikon alles beim Alten beziehungsweise beim bisherigen Gemeindeammann. Christian Baumann (64, parteilos) ist mit 848 Stimmen erneut zum Gemeindeoberhaupt gewählt worden. Das absolute Mehr lag bei 644 Stimmen. Sein Herausforderer Berndt Samsinger (61, parteilos) lag mit lediglich 333 Stimmen deutlich zurück.

Baumann ist 2007 in die Zufiker Behörde gewählt worden, seit 2010 ist er Gemeindeammann. Berndt Samsinger wurde erst vor einem knappen Jahr in den Gemeinderat gewählt. Samsinger kritisierte im Wahlkampf die Amtsführung seines Gemeinderatskollegen zwar nicht direkt. Mit seiner Forderung nach einer «neuen Gesprächs- und Meinungsbildungskultur in der Gemeindepolitik» zeigte er aber klar die Richtung auf.

In den Leserbriefen, in denen für ihn als neuen Gemeindeammann geworben wurde, war denn auch vor allem die Führungskultur von Christian Baumann ein Thema. Er sei zu wenig transparent und agiere zu selbstherrlich. Dieser Argumentation konnte eine deutliche Mehrheit der Zufiker Stimmberechtigten jetzt ganz offensichtlich nicht folgen. «Das Volk hat gesprochen, das Volk hat immer recht», sagte Berndt Samsinger zu seiner klaren Wahlniederlage. «Ich habe Mängel in der Amtsführung von Christian Baumann klar aufgezeigt, aber offenbar will das in Zufikon gar niemand wissen», sagte er. Und: «Immerhin bin ich der Einzige, der den Zufikerinnen und Zufikern in den letzten Jahren eine Alternative und damit auch eine richtige Auswahl für das Amt des Gemeindeammanns ermöglicht hat.»

Christian Baumann zeigte sich erleichtert: «Das Resultat ist eindeutig und klar zu meinen Gunsten ausgefallen. Für diesen Vertrauensbeweis schulde ich den Stimmberechtigten ein grosses Dankeschön.» Das Resultat werte er auch als ein gutes Zeichen für die Kontinuität in Zufikon. Über den Wahlkampf verlor er nur noch wenige Worte: «Es ist ausgeartet und war eine Riesenkatastrophe. Letztlich hat das ja auch zu einer Klage von mir geführt», sagte er. Ab jetzt werde er im Gemeinderat eine klare Sprache reden.