Muri

«Es gibt sogar eine Warteliste»: Neues Leben zieht in das Mäderhaus

Stiftungsratspräsident André Stierli begrüsste vor dem in Kürze bezugsbereiten neuen Mäderhaus in Muri zum Handwerkerfest.

Stiftungsratspräsident André Stierli begrüsste vor dem in Kürze bezugsbereiten neuen Mäderhaus in Muri zum Handwerkerfest.

Dank der Stiftung St.Martin sind im Zentrum von Muri neun weitere altersgerechte Wohnungen mit Betreuungsangebot entstanden. Schon 1991 wurden ähnliche Wohnungen realisiert. Diese sind stets vermietet.

Die Nachfrage nach altersgerechten Wohnungen ist in Muri ungebrochen. Die Stiftung St.Martin hat diesen Trend früh erkannt und schon 1991, parallel zur Realisierung des Altersheims, 18 Wohneinheiten mit 2,5-Zimmern im Dorfzentrum erstellt. Es war eine gute Idee: «Die Wohnungen sind stets alle vermietet, es gibt sogar eine Warteliste», sagt Stiftungspräsident André Stierli.

Das liegt vor allem auch daran, dass die Bewohnerinnen und Bewohner bei Bedarf auf die Infrastruktur und den Service des Stammhauses zurückgreifen können: «Viele Menschen wollen auch im Alter möglichst selbstständig leben, wünschen sich bei gesundheitlichen Einschränkungen aber eine individuelle Pflege. Das können wir ihnen bieten», erklärt Josef Villiger, der Geschäftsleiter des Alterswohnheims.

Gelegenheit für Expansion beim Schopf gepackt

Jetzt hat man nachgelegt: Ende Oktober können weitere neun altersgerechte Wohnungen – acht mit 2,5 Zimmern und eine mit 4 Zimmern – bezogen werden. Realisiert worden sind sie ebenfalls im Zentrum von Muri, in unmittelbarer Nähe des Alterswohnheims. Als der Stiftung vor rund zwei Jahren von der Besitzerfamilie das 160 Jahre alte Mäderhaus zum Kauf angeboten wurde, hat sie die Gelegenheit für eine Expansion unverzüglich beim Schopf gepackt: «Das Objekt war für unsere Weiterentwicklung ideal und deshalb mussten wir nicht lange überlegen», blickt André Stierli zurück.

Bereits im Juli 2018 konnte das einheimische Architekturbüro Langenegger mit der Weiterbearbeitung ihres Vorprojekts betraut werden, das in einem Wettbewerb obsiegt hatte. Am 31. Januar 2019 wurde das Baugesuch für Abbruch und Neubau eingereicht und schon ein Jahr später konnte der Dachstuhl auf das in neuer Form auferstandene Mäderhaus gesetzt werden.

«Alle Beteiligten haben sich mächtig ins Zeug gelegt»

Auf ein Aufrichtefest wurde coronabedingt vorerst verzichtet, der traditionelle Handwerkeranlass am vergangenen Donnerstag aber nachgeholt. «Die beteiligten Firmen und Handwerker haben sich alle mächtig ins Zeug gelegt. Wir waren terminlich und finanziell über die ganze Bauzeit im grünen Bereich», lobte der Stiftungsratspräsident beim Nachtessen aus der St.-Martin-Küche.

Jetzt folgt noch ein kurzer Endspurt, Ende Oktober kann der Neubau bezogen werden. Die acht 2,5-Zimmer-Wohnungen waren bereits im Frühling allesamt vermietet und auch die 4-Zimmer-Wohnung ist ab November bewohnt. Mit Malermeister Bruno Mäder und seiner Gattin Paula ziehen hier auch die Vorbesitzer der Liegenschaft ein. Auch Mäders Sohn Herbert kommt mit Gattin Cindy nach Hause zurück: Das Paar hat sich die Attikawohnung gekauft, die im Dachgeschoss realisiert worden ist.

Am Samstag, 12. September, von 9 bis 12 Uhr, ist die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür geladen. Besichtigt werden können die drei Wohnungen im Erdgeschoss. «Wir informieren an diesem Anlass auch über unser Stammhaus und zeigen, welche Dienstleistungen wir für die Bewohnerinnen und Bewohner im Mäder­haus erbringen können», erklärt Geschäftsleiter Villiger.

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