Bremgarten
«Es gibt Menschen, die in Not sind. Wir wollen ihnen helfen» – Sterne und Herzen für Leute am Rand

Die Aktion «Eine Million Sterne» liess den Schulhausplatz beim Obertor weihnachtlich erstrahlen.

Andrea Weibel
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Eine Million Sterne in Bremgarten
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Natascha und ihr halber Schneestern.
Der ganze Schulhausplatz beim Obertor war bedeckt mit Lichtbildern aus Hunderten von Kerzen. Ein besinnlicher Anlass, der für Solidarität werben soll.

Eine Million Sterne in Bremgarten

Andrea Weibel

«Es gibt Menschen, die in Not sind. Wir wollen ihnen helfen und für sie ein Zeichen setzen», erklärte Natasha (15), die auf dem Platz vor dem Stadtschulhaus Bremgarten aus Kerzen einen Schneestern zu formen versuchte. Sie war nur eine von Dutzenden kleineren und grösseren Helfern, die den Schulhausplatz zum Strahlen brachten.

Hunderte von Kerzen bildeten ein leuchtendes, friedvolles Zeichen der Solidarität. Organisatorin Susanne Siebenhaar vom kirchlich regionalen Sozialdienst der Pastoralräume am Mutschellen und Bremgarten-Reusstal verdeutlichte: «Wir möchten den Leuten wieder bewusst machen, dass es auch bei uns Menschen gibt, die am Rande stehen. Mit diesem ruhigen Anlass, der wunderbar in die Adventszeit passt, wollen wir an diese Menschen denken.»

Mit ihrem Team informierte sie an einem Stand über den Zweck der Aktion, verteilte Kuchen und Punsch und nahm gerne auch Spenden im Namen der Caritas entgegen. Die Aktion «Eine Million Sterne» ist denn auch eine Aktion der Caritas Schweiz, die auf unzähligen Plätzen im ganzen Land gleichzeitig am 16. Dezember ein Lichtermeer erstrahlen liess.

«Häufig sind Kinder betroffen»

In Bremgarten half eine Jugendgruppe beim Aufstellen und Entzünden der Kerzen mit. Am Meisten freuten sich aber wohl die kleinsten Helfer darüber, dass sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und grosse Lichtbilder auf den Boden malen durften. So entstanden neben einem riesigen Stern auch ein Herz, ein Engel, ein erleuchteter Weg und viele andere Kerzenbilder, die es zu entdecken galt. Die Kinder sind Drittklässler, die bald ihre Erstkommunion feiern dürfen. «Wir finden die Aktion sehr unterstützenswert, darum helfen wir hier auch gerne mit und machen den Abend zu unserer kleinen Weihnachtsfeier», sagte Religionslehrerin Karin Kneubühl.

Auch Susanne Siebenhaar war begeistert von der Mithilfe der Schülerinnen und Schüler: «Häufig sind es ja Kinder, die von der Armut betroffen sind. Da ist es schön, wenn auch unsere Schulkinder sich einmal mit dem Thema auseinandersetzen.» Die 18 Kinder sangen verschiedene Lieder passend zum Kerzenlicht. Dann durften sie den Platz mit noch mehr Lichtern schmücken.

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