Bremgarten

Erweiterungsbau? Ortsbürger stimmen erstem Projektschritt geschlossen zu

Die Bibliothek war nur über eine Treppe (Holzanbau) möglich. Die Gebäude sollen mit einem Erweiterungsbau verbunden werden, damit gibt es Platz für einen Lift.

Die Bibliothek war nur über eine Treppe (Holzanbau) möglich. Die Gebäude sollen mit einem Erweiterungsbau verbunden werden, damit gibt es Platz für einen Lift.

Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie das Obere Zollhaus und das Zeughaus mit einem Erweiterungsbau verbunden werden können.

Die Ortsbürger Bremgarten stehen hinter dem Vorhaben, einen Erweiterungsbau hinter dem Zeughaus und dem Oberen Zoll zu prüfen, der die beiden Gebäude verbindet. Ohne Diskussion und ohne Gegenstimme sagen sie ja zum Grundsatzentscheid und zum Bearbeitungs- und Projektierungskredit über 110 000 Franken. «Schon seit längerer Zeit werden Lösungen gesucht», erläuterte Stadtammann Raymond Tellenbach an der Ortsbürgergemeindeversammlung am Montagabend.

Nachdem verschiedene Projektideen gescheitert waren, hatte der ehemalige Stadtschreiber Rolf Küng den Ansatz vorgeschlagen, der jetzt verfolgt wird. Die Gebäude befinden sich an einer sensiblen Lage im Stadtgefüge und nicht weit von vier kantonal geschützten Objekten – die Denkmalpflege und der Ortsbildschutz werden deshalb stets in beratender Funktion das Projekt begleiten.

Für die Bearbeitung wird an vier oder fünf ausgewählte Architekturbüros ein Studienauftrag erteilt. Ein Projekt mit Kostenvoranschlag ist für gegen Ende 2017 geplant, an der Sommergemeindeversammlung 2018 möchte der Stadtrat den Antrag für einen Baukredit vorlegen. Im Herbst oder Winter könnten dann die Bauarbeiten starten.

Viele Probleme gleichzeitig lösen

Schon lange besteht der Wunsch, den Zugang zur Stadtbibliothek mit einem Lift auf für Menschen im Rollstuhl zu ermöglichen. Im Erweiterungsbau hätte es Platz für einen gemeinsamen Lift und eine Treppe, über die man in die Obergeschosse vom Zeughaus und vom Oberen Zoll gelangt.

Im Erdgeschoss kann ein gemeinsamer Zugang und ein neues Foyer für den Zeughaussaal geschaffen werden. «Wir können mehrere Probleme auf einmal lösen. Neben dem zusätzlichen Platz könnte die alte Elektroheizung ersetzt werden. Ein Anschluss für die Fernwärme ist bereits vorhanden», erklärte Tellenbach. Zudem seien die sanitären Anlagen sanierungsbedürftig, weitere Unterhaltsarbeiten könnten mit dem Bauvorhaben ebenfalls ausgeführt werden.

Nach der Abstimmung meinte Tellenbach: «Bei diesem leidigen Problem sind wir jetzt einen guten Schritt weiter.» Auch das Budget und die Aufnahme von fünf neuen Ortsbürgern wurden gutgeheissen.

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