Bei der Einsatzübung ging es auch darum, Wissen von spezialisierten Zivilschützern an die Feuerwehrleute weiterzugeben.

«Es macht keinen Sinn, Spezialkenntnisse für sich zu behalten. Die Zusammenarbeit ist wichtig», betonte Romuald Brem, Kommandant der ZSO Oberfreiamt.

Die Übung in der Pfarrkirche Merenschwand war für die gut 20 Feuerwehrleute unter Kommandant Felix Fischer zweigeteilt. In einem ersten Teil ging es darum, die Feuerwehrleuten mit den besonderen Anforderungen des Kulturgüterschutzes bekannt zu machen.

Kulturgüterschutz Merenschwand

Kulturgüterschutz Merenschwand

Dafür standen fünf Spezialisten unter Simon Wicki, zuständiger Kulturgüterschutzbeauftragter, zur Verfügung. Die Feuerwehrleute müssen in einem Ernstfall Kulturgüter möglichst effizient und ohne Folgeschäden in Sicherheit bringen.

In einem Brandobjekt sind sie auf sich selber gestellt; die Spezialisten des Zivilschutzes nehmen die Kulturgüter nämlich erst draussen für die weitere Sicherstellung in Empfang.

Im zweiten Teil der Übung lernten die Feuerwehrleute nicht nur, wertvolle Gegenstände zu retten, sondern sie auch an Ort und Stelle zu schützen.

«Man kann nicht immer alles herausholen. Dann gilt es, den Schaden vor Ort möglichst gering zu halten», erklärte Brem. Dabei geht es darum, Kulturgüter nach Möglichkeit vor Hitze, Rauch und Russ abzuschirmen.

Genau dokumentiert

Aber auch für die Zivilschützer erschöpfte sich die Übung nicht einfach in der Instruktion.

Sind nämlich Objekte erst einmal von der Feuerwehr gerettet, kommen die Spezialisten des Zivilschutzes zum Zug. Sie haben jedes Objekt zu fotografieren und zu dokumentieren.

Anschliessend werden die Kulturgüter verpackt, damit sie ohne Schädigung transportiert und an einem sicheren Ort zwischengelagert oder aber später der Restaurierung zugeführt werden können.