Muri
Erstmals ist im Klosterdorf mit Budmiger ein Parteiloser Gemeindeammann

Der neue Gemeindeammann von Muri heisst Hampi Budmiger. Das war nicht anders zu erwarten. Wer neu Vizeammann wird, ist aber noch offen. Sowohl Milly Stöckli, SVP, als auch Heinz Nater, CVP, schafften den Sprung nicht im ersten Wahlgang.

Eddy Schambron
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Gelöste Stimmung im «Wave»: Hampi Budmiger (links) und seine Frau Andrea stossen mit dem jetzigen Gemeindeammann Josef Etterlin auf die Zukunft an. ES

Gelöste Stimmung im «Wave»: Hampi Budmiger (links) und seine Frau Andrea stossen mit dem jetzigen Gemeindeammann Josef Etterlin auf die Zukunft an. ES

Milly Stöckli liegt mit 848 Stimmen gegenüber den 640 Stimmen von Heinz Nater deutlich im Vorsprung Ein Glanzresultat sicherte sich der parteilose Budmiger, bisher Vizeammann. Er erreichte bei einem absoluten Mehr von 844 Stimmen als Gemeinderat 1815 Stimmen und als Gemeindeammann 1658 Stimmen.

Sehr gut gewählt sind auch die Gemeinderäte Milly Stöckli, SVP, mit 1414, Yvonne Leuppi, CVP, neu, mit 1381, Christine Brun, SP, mit 1374 und Heinz Nater, CVP, mit 1336 Stimmen. Benjamin Brander, SVP, neu, erreichte mit 923 Stimmen zwar das absolute Mehr, für die Wahl in den Gemeinderat reichte es aber wieder nicht.

Spitzenresultat erhofft

Erwartet hat Hampi Budmiger das Spitzenresultat nicht, «aber erhofft natürlich schon.» Einerseits sei er der amtsälteste Gemeinderat, der zur Wiederwahl stand, anderseits sei er bereits Vizeammann. «Das war sicher eine gute Grundlage.» Dass jetzt erstmals ein Parteiloser an der Spitze der Gemeinde Muri stehen wird, wertet Budmiger nicht als Abkehr von den Parteien. «Es war einfach die Konstellation, dass jetzt ein Parteiloser Gemeindeammann wurde.» Bei einer Gemeinde in der Grösse von Muri würden die Parteien auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. «Der nächste Gemeindeammann wird wohl wieder einer Partei angehören.»

Kein zweiter Sitz für die SVP

Zwar wurde Milly Stöckli sehr gut wiedergewählt und steht für den zweiten Wahlgang als Vizeammann in der ersten Reihe, doch gelang es der SVP nicht, einen zweiten Sitz zu erobern. «Mit Yvonne Leuppi hatte die CVP eine starke Kandidatin», anerkennt SVP-Präsident Simon Käch. Für den zweiten Wahlgang um das Amt des Vizeammanns ist er zuversichtlich. «Die Ausgangslage ist sehr gut. Abgesehen davon könnte man sich ja auch vorstellen, dass die CVP auf einen zweiten Wahlgang verzichtet.»

Für Brander ist seine Nichtwahl kein Beinbruch, wie er versichert. «Ich hätte die Aufgabe gerne übernommen, aber ich mag Yvonne Leuppi die Wahl gönnen.» Für ihn selber schafft der Wahlgang klare Verhältnisse. «Jetzt kann ich mich neben dem Grossratsmandat beruflich wieder klarer positionieren.»

CVP entscheidet erst

Ob die CVP in den zweiten Wahlgang um das Vizeammannamt geht, ist noch offen, wie Parteipräsident Urs Wüthrich ausführt. «Das Ziel, zwei Gemeinderatssitze zu behalten, haben wir zumindest erreicht.» Heinz Nater wiederum wartet ab, wie sich die Partei entscheidet. Mit seinem Wahlresultat ist er zufrieden: «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im neu zusammengesetzten Gemeinderat.»

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