«Die spinnen, die Häggliger», sagten vor über 20 Jahren nicht nur die Dottiker Rüeblizünftler, welche die Aktivitäten der Fasnächtler aus dem Nachbardorf schon aus reiner Tradition stets etwas neckten. «Die spinnen, die Häggliger», kommentierten landauf, landab auch verschiedene Wagenbauer die Idee der Hächlezunft, den schweizweit ersten Nachtumzug durchzuführen.

Vorerst. Dann begannen sie ihre Wagen so zu konstruieren, dass sie auch auf den abgedunkelten Strassen im kleinen Dorf am Maiengrün im wahrsten Sinne des Wortes ins richtige Licht gerückt werden konnten.

Rekordbeteiligung: 51 Gruppen

Mittlerweile oft kopiert, ist der alle zwei Jahre stattfindende Hägglinger Nachtumzug das Original geblieben. Und die 11. Veranstaltung vom nächsten Samstag, 3. Februar, 19 Uhr, wird Grenzen sprengen: «Mit 51 Gruppen und insgesamt 1200 Mitwirkenden können wir einen Teilnehmerrekord verbuchen», meldet Sacha Doyo vom Organisationskomitee, das aus Mitgliedern von Hächlezunft, Hächle-Gugger und Bachdoleschränzer gebildet wurde. 37 Sujetwagen sind laut Doyo angemeldet, 11 Guggenmusiken und 3 Fussgruppen.

P+R ab Dottikon

Logistisch werde auch dieser Rekordumzug zu verkraften sein, ist Doyo überzeugt: «Wir hatten auch schon so viele Wagen hier, und Guggenmusiker sind beim Aufstellen kein Problem.» Eng ist der Platz in Hägglingen aber zum Parkieren. Zuschauer tun gut daran, entweder gleich mit dem öffentlichen Bus an die Umzugsroute zu fahren oder dann beim Bahnhof Dottikon zu parkieren. Von dort bringt sie ein Gratis-Shuttle nach Hägglingen. Vorausgesetzt, man erwirbt eine Umzugsplakette für 8 Franken, was für die Umzugsbesucher ja ohnehin Ehrensache sein sollte.

Speziell dieses Jahr ist eine Aussenbühne vor der wieder aktivierten Chäsi. Dort treten im Anschluss an den Umzug verschiedene Guggenmusiken auf, daneben gibt es eine Bar und eine Kaffeestube. Wie üblich geht nach der Veranstaltung auch in der Mehrzweckhalle die Post ab. Für Verpflegung ist auch entlang der Umzugsroute gesorgt.