Rudolfstetten-Friedlisberg
Erste Gemeinde wehrt sich gegen drohende Postschliessung und verlangt Zahlen

Die Ankündigung der Post, bis 2020 bis zu 32 Filialen im Aargau zu schliessen, hat in kürzester Zeit heftige Reaktionen ausgelöst. Als erste Gemeinde wehrt sich Rudolfstetten-Friedlisberg öffentlich gegen die drohende Schliessung ihrer Poststelle.

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Die Post in Rudolfstetten-Friedlisberg könnte binnen drei Jahren zugehen. (Archiv)

Die Post in Rudolfstetten-Friedlisberg könnte binnen drei Jahren zugehen. (Archiv)

Michael Spillmann

Die Poststelle in Rudolfstetten-Friedlisberg ist eine von 32 Poststellen im Aargau, die bis ins Jahr 2020 verschwinden könnten. Das versteht der Gemeinderat der Freiämter Gemeinde nicht. Die Filiale liege an idealer Lage auf der Durchgangsachse von Bremgarten nach Dietikon und biete "hervorragende Zufahrts- und auch Parkiermöglichkeiten", schrieb er kurz nach Bekanntwerden der Abbaupläne in einer Mitteilung.

Der Gemeinderat will eine allfällige Schliessung nicht einfach so hinnehmen und fordert die Post auf, die Filiale zu erhalten. Ausserdem soll sie die Kosten für den Betrieb der Poststellen offenlegen, zumal sie als Staatsbetrieb regelmässig einen Gewinn einfahre.

Was dem Gemeinderat ebenfalls nicht passt: dass er nicht vorgängig von der Post informiert worden ist über die Pläne, die Poststelle zu überprüfen. Er befürchtet deshalb, dass er zur Zukunft der Poststelle nichts zu sagen haben wird.

Wie geht es weiter? Man habe die Post kontaktiert, schreibt der Gemeinderat. Er erwartet nun eine Stellungnahme dazu, warum der Service Public in Rudolfstetten-Friedlisberg überprüft werden soll. (mwa)

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