Sins
Erfolg mit Strom von eigenen Dächern

Elektra Sins produzierte mit der Sonne 330'000 Kilowattstunden selber und kaufte 80'000 im Dorf zu.

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Elektra-Präsident Albert Amstutzbedankt sich bei Peter Gehrig (rechts) für seine 20 Jahre als Zählerableser. zvg

Elektra-Präsident Albert Amstutzbedankt sich bei Peter Gehrig (rechts) für seine 20 Jahre als Zählerableser. zvg

Thomas Metz

Die Elektra Sins verzeichnet 2015 mit einem Reingewinn von fast einer halben Million Franken ein Rekordjahr. An der Generalversammlung konnte Präsident Albert Amstutz deshalb bekannt machen, dass die Rabatte auf der Netznutzung um 5 Prozent erhöht werden. Die Elektra, die 464 Genossenschafterinnen und Genossenschafter zählt, ehrte auch Peter Gehrig für seine ausserordentliche Treue. Er ist seit 20 Jahren als Zählerableser unterwegs und hat in dieser Zeit rund 26 000 Zähler abgelesen.

Sinser Ökostrom

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckanlage Ammannsmatt produzierte im vergangenen Jahr wiederum einwandfrei und zuverlässig Sinser Ökostrom. Witterungsbedingt konnte der berechnete Ertrag um 2,4 Prozent nicht erreicht werden. Total wurden in Sins 330 791 Kilowattstunden Ökostrom produziert und 410 096 Kilowattstunden an die Kundinnen und Kunden verkauft. Die Differenzmenge konnte in «den Höfen» eingekauft werden, also auch von einheimischen Dächern. Das Sinser Ökostrom-Modell ist im Aargau einmalig.

Energiebedarf wieder gestiegen

Der Einkauf und Verkauf von Ökostrom ist für die Elektra nicht gewinnbringend. Die Genossenschaft will sich aber trotzdem weiterhin im Bereich von erneuerbaren Energien engagieren. Die Kundinnen und Kunden bekommen so für lediglich 5 Rappen mehr pro Kilowattstunde 100 Prozent klimaneutralen, lokal produzierten Strom. Auf dem Dach der Rossweid 3 durfte die Elektra in Zusammenarbeit mit den Stockwerkeigentümern eine neue Photovoltaikanlage erstellen, welche seit Februar in Betrieb ist. Der Energiebedarf ist wieder gestiegen, dies hat eine Steigerung des Energieeinkaufs von 5 Prozent nach sich gezogen. Der Mehrverbrauch ist vor allem im Gewerbebereich entstanden. Die Trafostation Nord konnte pünktlich am 27. Juni 2015 in Betrieb genommen werden, sodass die Olus AG, neu in Sins ansässig, mit kraftvoller Energie starten konnte. Aufgrund der grossen Bezugsleistung der Kälteanlagen mussten zwei Transformatoren eingebaut werden. Die Trafostation Oberreuss-egg, mit der Mittelspannungsverkabelung bis Reussegg, ist fertig. Die Elektra Sins übernahm die Anlagen von der AEW Energie AG und ist nun zuständig für Betrieb und Unterhalt.

Ausbau Fibres to the Home

Der Ausbau mit Glasfaser kommt im Versorgungsgebiet der Elektra Sins weiterhin gut voran. Bereits sind die Leitungen bis ins Eichfeld verlegt. Ebenfalls konnte die Genossenschaft Oberreussegg und Reussegg mit Glasfaser erschliessen und bereits einige Kunden ans Netz anschliessen. Die Nachfrage nach schnellen und stabilen Kabelnetzdiensten ist sehr hoch.

Produktpreise sinken

Die Produktpreise der Elektra Sins konnten dank günstigerem Einkauf im Durchschnitt um 6,4 Prozent gesenkt werden. Der Kabel-TV-Tarif bleibt unverändert. Die Genossenschaft zählt 1281 Kabelfernseh-Abonnenten. (az)

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