Operettenbühne Bremgarten

Erfolg für «Das Land des Lächelns»

Die Operettenbühne Bremgarten feiert mit «Das Land des Lächelns» grosse Erfolge: Für die verbleibenden neun Vorstellungen werden noch aufgeführt. (Archiv)

Die Operettenbühne Bremgarten feiert mit «Das Land des Lächelns» grosse Erfolge: Für die verbleibenden neun Vorstellungen werden noch aufgeführt. (Archiv)

Zurzeit sind 90 Prozent der bis zum Saisonende möglichen Buchungen erreicht.

Die Operettenbühne in Bremgarten – sie spielt seit 1923 – feiert mit Franz Lehàrs herrlicher romantischer Operette «Das Land des Lächelns» einen grossen Erfolg. Diese Operette ist auf den Brettern des Bremgarter Casinos noch nie gespielt worden und war längst das Wunschprojekt der Operettenbühne.

Die rührselige Geschichte von Lisa (gegeben von der Entdeckung Cecilia Berglund, Sopran), Tochter des Grafen Lichtenfels in Wien, verliebt sich an einem Fest im Hause ihres Vaters in den geheimnisvollen chinesischen Prinzen Sou-Chong (Daniel Zihlmann, Tenor). Seine verhaltene Leidenschaft, verbunden mit der exotischen Aura seines Auftretens, beeindruckt sie sehr.

Operette ohne Happy End

Der Prinz erwidert ihre Gefühle, sodass sie ihm, allen Warnungen zum Trotz, nach China folgt. Dort wird das verliebte Paar aber auf den Boden der gesellschaftlichen Realitäten zurückgeworfen. Lisa muss leidvoll erkennen, dass sie am Hof nicht akzeptiert wird.

Unter Wirren gelingt ihr die Flucht. Auch Sou-Chong, längst in höchste Ämter aufgestiegen, lässt sie schliesslich gehen. Es bricht auch ihm das Herz. Aber: «Immer nur Lächeln und immer vergnügt», singt er mit Verve und Wehmut. Eine Operette für einmal ohne Happy End. Aber mit herrlicher Musik.

Die Bremgarter Inszenierung, erneut gestaltet von Paul Suter, lebt von Bewegung, profitiert von einem faszinierend einfachen farbigen Bühnenbild und wird von den Profi-Musikern im Orchestergraben subtil begleitet – es dirigieren alternierend Andres Joho und Christof Brunner.

Die Stimmen sind gewaltig. Und es fehlt wie immer in Bremgarten auch nicht an überraschenden Bezügen in die aktuelle politische Realsatire.
170 Mitwirkende vor und hinter der Bühne machen einen Operetten-Besuch in Bremgarten zum einzigartigen Erlebnis. Und das noch bis zum 23. Mai (Derniere).

Zehntausendste Buchung

Am Samstagabend konnte auf der Bühne mit dem Ehepaar Silvia und Ludwig Muntwyler-Dreyer aus Bremgarten die zehntausendste Buchung gefeiert werden. Die Anzahl der Billettbestellungen ist inzwischen indes deutlich höher.

Ein sensationeller Erfolg: Zur Zeit sind 90 Prozent der bis zum Saisonende möglichen Buchungen erreicht. Es sind also nicht mehr viele Plätze frei. Inklusive Derniere sind es noch neun Vorstellungen. (hr)

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