Merenschwand

Er wurde direkt vom Nobody zum Gemeindeammann – und tritt nun zurück

Karl Suter wird von Vizeammann Hannes Küng verabschiedet.

Karl Suter wird von Vizeammann Hannes Küng verabschiedet.

Dem langjährigen Gemeindeammann Karl Suter wurde am vergangenen Montag das Ehrenbürgerrecht verliehen. Er stand ganze 12 Jahre an der Spitze der Freiämter Gemeinde, in der auch Bundesrätin Doris Leuthard wohnt.

Es war der Zufall, der Karl Suter damals nach Merenschwand führte. Aufgewachsen ist der gelernte Elektriker in der Nachbargemeinde Mühlau, wo er Ende der 1980er-Jahre Bauland erwerben wollte. Dies war ihm damals jedoch nicht möglich, und so verlegte er sein Domizil nach Merenschwand. Seine Karriere in der Behörde der Gemeinde begann er im Januar 2002. Ohne vorher im Gemeinderat tätig gewesen zu sein, übernahm er direkt das Amt des Gemeindeammanns von seinem Vorgänger Josef Nogara. «Von allen möglichen Kandidaten hatte ich damals einfach die schlechtesten Karten, um Nein zu sagen», erinnert sich Suter. Besonders durch seine flexiblen Arbeitszeiten habe er ideale Voraussetzungen für das Amt mitgebracht.

Mit viel Engagement dabei

Ganze zwölf Jahre lang stand Karl Suter seither an der Spitze des Gemeinderates – eine Zeit, in der sich Merenschwand sehr stark veränderte. Das mit Abstand zeitintensivste Projekt in Suters Amtszeit war zweifellos die Fusion mit der Gemeinde Benzenschwil im vergangenen Jahr. Daneben schätzte Suter vor allem die Vielseitigkeit seines Amtes: «Ich habe sehr viele tolle Erfahrungen in ganz verschiedenen Bereichen gemacht – schade ist nur, dass ich nicht viele Spatenstiche und Gebäudeeinweihungen vornehmen durfte.»

Neben der Politik nahm sich Suter auch immer Zeit für zwischenmenschliche Kontakte. Vizeammann Hannes Küng betont in seiner Laudatio die Beliebtheit Suters bei der Bevölkerung: «Kari konnte während der vergangenen Jahre grosse Erfolge erzielen und war sehr populär – ein richtiger Shootingstar.» Der Gemeinderat dankt ihm für sein enormes Engagement und seine Loyalität.»

Ehrenbürgerrecht für Suter

Anlässlich der Gemeindeversammlung am vergangenen Montag wurde Karl Suter das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die anwesenden Stimmbürger nahmen den Antrag des Gemeinderats mit Standing Ovations und tosendem Applaus an.

Auch die übrigen Vorlagen wurden jeweils ohne Gegenstimmen bewilligt. Neben den überarbeiteten Satzungen des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt standen dabei mit der Teiländerung der Nutzungsplanung im Gebiet Weidhof und der Umsetzung des regionalen Überlaufkonzepts vor allem bauliche Themen im Vordergrund. Mit der Umsetzung dieser Projekte wird sich der zukünftige Gemeindeammann Hannes Küng beschäftigen.

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