Sins

Er stellte im Amtshaus das Buch über Meienberg vor

Autor und Projektleiter Peter Frey stellte im Amtshaus das Buch über Meienberg vor. Er hat ein umfassendes Werk geschaffen. ES

Autor und Projektleiter Peter Frey stellte im Amtshaus das Buch über Meienberg vor. Er hat ein umfassendes Werk geschaffen. ES

Autor und Projektleiter Peter Frey stellte im Amtshaus das Buch über Meienberg vor. Die Vernissage für ein Buch über die Funde der archäologischen Untersuchungen von 25 Jahren.

Die Vernissage fand passend im Amtshaus in Meienberg statt. Autor und Projektleiter Peter Frey stellte das neue Buch «Meienberg – eine mittelalterliche Stadtwüstung im oberen Freiamt» den zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern persönlich vor.

Meienberg wurde 1386 durch die Eidgenossen geplündert und niedergebrannt. Im neuen Buch der Reihe «Archäologie im Aargau» werden die Resultate und Befunde der archäologischen Untersuchungen zwischen 1987 und 2011 aufgezeichnet.

Im Amtshaus waren die Vernissagegäste buchstäblich mittendrin in der Geschichte: «Es ist das einzige übrig gebliebene Gebäude, an dem noch Brandspuren von der Zerstörung Meienbergs zu sehen sind», machte Frey deutlich. Kantonsarchäologe Georg Matter dankte Frey und den Mitautorinnen und -autoren für die grosse und beeindruckende Arbeit.

Die Wiederbelebung

Gemeindeammann Josef Huwiler hielt sich bei seiner Begrüssungsrede mehr an die jüngere Vergangenheit des Städtchens Meienberg. Bis 1941 hiess nämlich die heutige Gemeinde Sins Meienberg. Erst nachdem sich die Gemeinde aus verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Gründen am heutigen Standort konzentriert hatte, kam es zum Namenswechsel. Meienberg war und ist heute nur noch ein Dorfteil von Sins, wurde aber in den letzten 20 Jahren wiederbelebt.

Neuer Wohnraum

Als es 1991 darum ging, den bestehenden Bauernhof Villiger in Meienberg zu erweitern, kamen Werner Widmer, damals Gemeindeammann von Sins, Nationalrat Leo Weber und Walter Leuthard, bis 1989 Gemeindeammann von Merenschwand und bis 1985 CVP-Grossrat, auf die Idee, das Städtchen Meienberg wieder zu beleben und das Amtshaus auf Vordermann zu bringen. Der Bauernhof wurde aufgekauft.

1997 fand die Gründung der Stiftung Städtchen Meienberg statt und 2000 wurden die Parzellen im Baumgarten überbaut, mit dem Hintergedanken, zu Geld für die Sanierung des Amtshauses zu kommen.

Schliesslich wurden 2008 weitere Neubauten beim Stadtplatz selber realisiert. Sie waren auch Grund für umfangreiche archäologische Grabungen und Untersuchungen. Noch immer besteht das Ziel, das Amtshaus zu sanieren und es für gesellschaftliche und kulturelle Anlässe zu nutzen.

Hier könnten Repräsentationsanlässe der Gemeinde, Hochzeiten, Kulturausstellung oder Auftritte von Künstlerinnen und Künstlern stattfinden. Für die Sanierung fehlt bis heute das entsprechende Geld, wie Huwiler bedauerte. «Aber wir werden nicht aufgeben.»

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