Waltenschwil

Er feiert sein 30-jähriges Werkhof-Jubiläum: «Die Bevölkerung schätzt unsere Arbeit»

Hugo Gürber sorgt unter anderem dafür, dass auf der Entsorgungsstelle Waltenschwil Ordnung herrscht.

Hugo Gürber sorgt unter anderem dafür, dass auf der Entsorgungsstelle Waltenschwil Ordnung herrscht.

Seit 30 Jahren ist Hugo Gürber im Werkhof tätig und kennt damit die Gemeinde wie kein Zweiter.

Hundehalter nehmen den Kot ihrer Vierbeiner auf, im Wald wird höchst selten illegal Abfall abgelagert, die Entsorgungsstelle wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, korrekt benutzt: Hugo Gürber lobt die Waltenschwilerinnen und Waltenschwiler. Er muss es wissen: Seit 30 Jahren arbeitet der 58-Jährige im Werkhof der Gemeinde. «Es ist eine vielseitige Arbeit, die mir nach wie vor gefällt», sagt er. Gürber ist eher der Maschinist, wie er selber feststellt: Mit Kran und Bagger geht er geschickt um, gärtnern tut er auch, das ist aber weniger seine Sache. Der Frühling ist seine Lieblingsjahreszeit, aber auch in den anderen ist er gerne am Werken. «Wir machen jeweils nicht zwei Tage hintereinander die gleiche Arbeit, das passt mir.» Kurz und gut: Gürber ist so etwas wie die Idealbesetzung in einem Werkhof einer Gemeinde.

Das hat vor 30 Jahren wohl auch der damalige Gemeindeammann Josef Füglistaler gedacht, als er den Mann fragte, ob er nicht die frei gewordene Stelle als Allrounder im Bauamt antreten möchte. Gürber, in Wohlen aufgewachsen und seit 1973 in Waltenschwil lebend, hatte den nötigen, vielseitigen beruflichen Hintergrund: Arbeit auf dem heimischen Bauernhof, auf einer Geflügelfarm, als Dachdecker, im Winter im Wald.

Vielseitige Tätigkeit

Gürber hat es nie bereut, die Stelle angenommen zu haben: «Wir hatten und haben immer ein gutes Arbeitsklima hier», stellt er fest, an seinem Platz am Tisch im Büro sitzend, seit 30 Jahren der gleiche. «Man lässt uns arbeiten und die Bevölkerung schätzt unsere Tätigkeit.» Diese reicht vom Winterdienst bis zu Beerdigungen, vom Abranden der Strassen bis zu Reparaturen, von der Betreuung der Entsorgungsstelle bis zur Pflege der Spielplätze. Und noch vieles mehr. Zum Beispiel das Leeren der Robidog-Kästen und Abfallkübel an den Bushaltestellen. «Das allein nimmt jeweils drei Stunden in Anspruch», weiss Gürber. Die Robidogs sind ein Segen, sagt er. Vor der Zeit dieser Kästen, da trat man – «heiligechaib» – auch in Waltenschwil noch überall in Hundehaufen. Neben Gürber erledigen Daniel Schmitter (Leitung), Fabian Wölfli und der Lernende Txeru Riccio die anfallenden Arbeiten für die Gemeinde bei jedem Wetter, wenns nötig ist auch ausserhalb der offiziellen Arbeitszeit. «Im Winter, bei Schneefall, sind wir früh auf.»

Ärger wegen Zigarettenstummeln

Die Waltenschwilerinnen und Waltenschwiler sind Vorbilder, das zeigt das Beispiel Abfallsammelstelle. «Die Leute trennen gut und entsorgen korrekt», stellt Gürber fest. Ein kleiner Trick hilft dabei, ist er überzeugt: «Wenn die Sammelstelle immer sauber und geordnet ist, getrauen sich die Leute weniger, Unordnung zu hinterlassen.» Polizist spielen will das Werkhof-Team allerdings nicht. «Wir setzen auf Eigenverantwortung der Anlieferer und machen damit gute Erfahrungen.» Auch im Dorf selber werde der Abfall meist in die dafür vorgesehenen Behälter entsorgt. «Einzig die Zigarettenstummel sind ein echtes Problem», weiss Gürber, «vor allem bei den Bushaltestellen, im Bereich der Schule und beim Friedhof.» Im Kontakt mit der Bevölkerung stellt er fest, dass sich viele eine Entsorgungsmöglichkeit für Styropor und Kunststoffbehälter, die nicht aus PET sind, wünschen.

Jetzt freut sich Gürber zusammen mit dem ganzen Team auf den neuen Werkhof mit ebenfalls neuer Entsorgungsstelle. «Die neue Anlage wird unsere Arbeit wesentlich erleichtern», ist er überzeugt. Und ein bisschen freut er sich auch darauf, wenn er in viereinhalb Jahren, mit 63 Jahren, in die Pension gehen kann. «Unsere Arbeit ist eben manchmal schon sehr anstrengend.» Bis es so weit ist, wird Gürber jedoch seine Arbeit in der gewohnten Qualität fortsetzen, eine Arbeit, die auch beim Gemeinderat viel Anerkennung findet: «Hugo Gürber hat seine vielfältigen Arbeiten im Bauamt stets mit grösstem Fachwissen und hoher Sozialkompetenz erfüllt», hält dieser zum 30-Jahr-Jubiläum fest und dankt ihm für seinen stets pflichtbewussten Einsatz.

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