Muri

Er backt Brot wie damals in der Rekrutenschule

Bäckermeister Burkard Kreyenbühl bäckt Brot wie damals in der Rekrutenschule.

Bäckermeister Burkard Kreyenbühl bäckt Brot wie damals in der Rekrutenschule.

Frisches Brot überall und immer: Das war die Devise bis zur Armeereform 95. Damals wurden unter anderem die mobilen Bäckereien aufgelöst. Käsermeister Josef Schmidli aus Mühlau kaufte eine «Pfupfi» und lieh sie Bäckermeister Burkard Kreyenbühl aus.

Bäckermeister Burkard Kreyenbühls Augen leuchten: "In einer solchen Backstube habe ich letztes Mal während der Rekrutenschule gearbeitet." Jetzt steht das militärgrüne Bäckermobil - von Insidern liebevoll "Pfupfi" genannt - vor seiner Bäckerei an der Zürcherstrasse in Muri.

Möglich gemacht hat dies Käsermeister Josef Schmidli aus Mühlau. Er kaufte 1995, als im Zuge der Armeereform die Bäckereinheiten aufgelöst wurden, eine sogenannte "Pfupfi" aus den Armeebeständen. Ein grosser Teil dieser mobilen Bäckereien wurde nach Osteuropa verkauft, wo diese für die Grundversorgung der Bevölkerung eingesetzt wurden. Woher übrigens die Bezeichnung "Pfupfi" stammt, das weiss Kreyenbühl nicht, "das hat wohl irgendwer mal in die Welt gesetzt", kommentiert er lachend.

Burkard Kreyenbühl präsentiert seine Openair-Backstube

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Alles da, was es zum Backen braucht

Am Donnerstag nahm er die Bäckerstube auf vier Rädern erstmals in Betrieb. "Im freien Feld kann man mit Holz heizen, wir benutzen aber Diesel", erzählt er. In der kleinen Backstube findet sich auf kleinster Fläche alles, was es braucht, um Brot herzustellen: fliessend Wasser, eine Knetmaschine und ein Backofen.

Innerhalb von 24 Stunden können maximal 2160 Kilogramm Mehl zu Brot verarbeitet werden. Die Bäckerei Kreyenbühl setzt jedoch nicht auf die Menge, sondern auf Qualität. Feinstes Sauerteigbrot, Zopf und natürlich die obligatorische Käseschnitte produziert das Team des Bäckermeisters noch bis Sonntag. "Mit dieser Aktion wollen wir auch auf unser Handwerk aufmerksam machen", so Kreyenbühl. Wer will, kann selber einen Augenschein im rund neun Meter langen Gefährt nehmen und Kreyenbühl und seinen Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schultern schauen. 

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