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Entscheidung getroffen: Freilichttheater «Amerika» wird auf Sommer 2021 verschoben

Die Darsteller proben in Muri erst nächstes Jahr wieder.

Die Darsteller proben in Muri erst nächstes Jahr wieder.

Das Coronavirus macht der Murianer Freilichttheater-Produktion einen Strich durch die Rechnung. Nun wird die Premiere um ein Jahr verschoben. Die Unsicherheit bei der Planung sei zu gross gewesen, sagt die Produktionsleitung.

Lange haben sie gehofft: das künstlerische Team, das Ensemble, die Produktionsleitung von «Amerika», dem Murianer Freilichttheater für den Sommer 2020. Doch mit dem Entscheid des Bundesrats, die Corona-Massnahmen wie Social Distancing und Versammlungsverbot weitgehend beizubehalten, sind nun auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Es wird unmöglich sein, den Probenrückstand aufzuholen, sollte es denn überhaupt in absehbarer Zeit wieder in Frage kommen, Proben abzuhalten.

Doch dies allein ist nicht der Grund, weshalb die Verantwortlichen von MuriTheater nun definitiv entschieden haben, das Stück um ein Jahr auf Sommer 2021 zu verschieben. «Der Unsicherheitsfaktor ist viel zu gross», erklärt Nicole Laubacher, welche die Produktionsleitung mit Paula Loher-Staubli teilt. «Wir müssten jetzt beispielsweise massiv in die Werbung investieren, ohne sicher zu sein, dass wir Ende Juli auch wirklich spielen können.» Denn wie sich die Pandemie entwickeln wird, lässt sich zurzeit nicht voraussagen. «Darauf zu hoffen, dass es dann schon irgendwie klappen wird, wäre fahrlässig.»

Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit

Überraschend kommt der Entscheid, «Amerika» 2020 abzusagen, natürlich nicht. Die Theaterverantwortlichen haben schon seit Wochen Möglichkeiten geprüft und Szenarien entwickelt. Dabei hat sich gezeigt, dass eine Verschiebung um ein Jahr die sinnvollste und auch finanziell am besten tragbare ist. Zwar würden dadurch zweifellos Zusatzkosten entstehen, ist Nicole Laubacher überzeugt, «aber die sind überschaubar».

Dass «Amerika» überhaupt verschoben werden kann, liegt daran, dass es – auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muri – möglich ist, den Klosterhof verhältnismässig kurzfristig für eine längere Zeit zu reservieren und dass sowohl das künstlerische Team unter der Leitung von Regisseur Adrian Meyer als auch ein Grossteil des Ensembles bereit ist, nächstes Jahr einen neuen Anlauf zu wagen.

MuriTheater wird mit allen Betroffenen Kontakt aufnehmen und auf www.amerika.theater laufend über den aktuellen Stand der Dinge informieren. Bereits gekaufte Ticketgutscheine behalten ihre Gültigkeit. Wer sie dennoch zurückgeben möchte, kann dies bei Muri Info an der Marktstrasse 4 in Muri tun. (az)

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