Merenschwand
Endlich wird die Turnhalle gebaut – Einsprecher hat Spatenstich verzögert

2006 beschloss die Einwohnergemeindeversammlung die Projektierung einer neuen Turnhalle. 2012 wurde der Baukredit genehmigt. Doch mit dem Bau konnte erst jetzt begonnen werden: Ein Einsprecher hat den Spatenstich jahrelang verzögert.

Eddy Schambron
Merken
Drucken
Teilen
Spatenstich mit Schülerinnen und Schülern, die bunte Luftballons in den Merenschwander Himmel steigen liessen.

Spatenstich mit Schülerinnen und Schülern, die bunte Luftballons in den Merenschwander Himmel steigen liessen.

Eddy Schambron

Es hat lange gedauert vom Beschluss zur Projektierung einer neuen Turnhalle bis zum Spatenstich, sehr lange. Aber jetzt kann die Dreifachturnhalle endlich realisiert werden. «Wir sind heute zeitlich gesehen näher beim Ziel als beim Start», unterstrich denn auch Gemeindeammann Hannes Küng. «Jetzt wird die Umgebung der Schulanlage wesentlich verändert.»

2006 beschloss die Einwohnergemeindeversammlung die Projektierung einer neuen Turnhalle. Drei Jahre später erfolgte der Beschluss zur Durchführung eines Totalunternehmer-Wettbewerbes für die Realisierung einer Dreifachturnhalle. Das Ergebnis wurde im Februar 2011 präsentiert und an der Sommer-Gemeindeversammlung des gleichen Jahres hiess die Einwohnergemeindeversammlung die Durchführung des Baugesuchsverfahrens für die neue Halle gut. Am 26. November 2012 wurde der Baukredit genehmigt und im August kam es zur Rechtskraft der Baubewilligung.

Ein Einsprecher blockierte

Grund für die lange Zeit von der Planung bis jetzt, zum Spatenstich, waren Einsprachen, beziehungsweise ein Einsprecher, der das ganze Bauvorhaben lange blockierte. Obwohl er noch im Mai 2013 eigentlich der Ansicht ist, dass eine Einwendung gegen den Bau der Dreifachturnhalle nicht fristgerecht erfolgt ist, ging der Gemeinderat doch darauf ein. Anlass zu diesem Schritt war ein Urteil des Verwaltungsgerichts beim Projekt Rasensportplatz.

Gleichzeitig hatte er beschlossen, den ursprünglichen «Fahrplan» bei der Erweiterung der Schulanlage Zürcherstrasse aufzugeben. Wegen der hängigen Einsprachen sowohl beim Rasensportplatz als auch bei der Dreifachturnhalle könne nicht eingeschätzt werden, welches dieser beiden Vorhaben zuerst rechtskräftig baubewilligt sein würden. «Realisiert wird zuerst, wofür zuerst eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegen wird», hielt der Gemeinderat fest. Und er legt der Einwohnergemeindeversammlung am 24. Juni einen Verpflichtungskredit von 7,58 Mio. Franken für die projektierte Dreifachturnhalle mit Nebenanlagen zur Genehmigung vor.

Das Projekt für die Erweiterung hatte vor rund zehn Jahren mit dem Schulhaus E seinen Anfang genommen. Als zweite Etappe galt die Realisierung eines neuen Rasensportplatzes mit der Aufhebung des angestammten Rasenspielfeldes Ost. Als dritter Teil wurde schliesslich der Bau einer Dreifachturnhalle mit Nebenanlage betrachtet. Beim Rasensportplatz kam der Gemeinderat mit den Einsprechern klar – mit einer Ausnahme. Zu einer ähnlichen Situation kam es bei der Dreifachturnhalle. Auch hier konnte der Gemeinderat die Einsprachen – bis auf diejenige des gleichen Einsprechers wie beim Rasensportplatz – erledigen. Beim Spatenstich betonte Philip Doka von der Totalunternehmer Wetter Industrie- und Gewerbebau AG, Busslingen, das genau 1841 Tage vergangen sind vom Gewinn des Wettbewerbes mit dem Projekt von Erding & Koller Architekten, Baden, bis jetzt. Den Schülerinnen und Schülern machte er die lange Zeitdauer anhand der Entwicklung des iPhone deutlich. Er betonte, dass alles darangesetzt werde, Lärm- und Staubbelästigung so gering wie möglich zu halten. Im Gegenzug mahnte er die Schülerinnen und Schüler, die Baustelle nicht als Spielplatz zu sehen und genügend Abstand zu wahren.