Oberwil-Lieli

Endlich genug Platz für die Feuerwehr: «Vorher lagerten wir Sandsäcke bei Bauern»

Die Feuerwehr Oberwil-Lieli präsentierte ihr neues Zuhause. Für die Kinder gab es lustige Spiele und lehrreiche Demonstrationen, zum Beispiel: Öl nie mit Wasser löschen.

Die Feuerwehr Oberwil-Lieli präsentierte ihr neues Zuhause. Für die Kinder gab es lustige Spiele und lehrreiche Demonstrationen, zum Beispiel: Öl nie mit Wasser löschen.

Nach langer Planung und mit einiger Verzögerung wurde das neue Gebäude feierlich eingeweiht.

«Jahrelang waren wir knapp an Platz, jetzt haben wir eine gute Lösung, die lange Zeit halten wird.» Feuerwehrkommandant Stefan Strebel steht die Freude ins Gesicht geschrieben, wenn er über den Neubau spricht. «Vorher mussten wir Sandsäcke bei Bauern lagern. Wir mussten die Fahrzeuge herausfahren, wenn wir eine Theorielektion abhalten wollten. Alles war einfach ein bisschen mühsamer», sagt er.

Modern und funktional

Das ist jetzt nicht mehr nötig: Ein grosszügiger Theorieraum, eine Fahrzeughalle mit vier Fahrzeugstrassen, Umkleideräume, ein Kommandoraum, ein Atemschutzraum zum Retablieren der Atemschutz-Ausrüstung, WC- und Duschanlagen, ja sogar eine Küche – das neue Feuerwehrmagazin ist modern und praktisch eingerichtet. Das kommt aber nicht nur der Feuerwehr zugute, auch der Samariterverein und das Regionale Führungsorgan Mutschellen können die Infrastruktur mitbenutzen.

Im vorderen Teil des Gebäudes ist zudem der Werkhof untergebracht. Dank der Kombination ergeben sich auch Synergien: So können beide die Waschstrasse nutzen, um ihre Fahrzeuge zu reinigen. Eine Spaltanlage befreit das Schmutzwasser vom Öl, bevor es in die Kanalisation fliesst. Das neue Gebäude produziert auch Strom: Auf dem Dach ist eine Solaranlage installiert. Geheizt wird mit Holzschnitzeln.

Bis zum neuen Feuerwehrmagazin war es ein langer Weg. «Erstmals haben wir 2004 von einer Erweiterung des Magazins gesprochen», sagt Strebel. Am alten Standort gab es keine Möglichkeit für einen Ausbau. Bewilligt wurde der Neubau an der Gemeindeversammlung im Juni 2010. Danach kam es zu Verzögerungen. «Die Fassade mussten wir hagelsicher machen, weil sonst die Aargauische Gebäudeversicherung keinen Beitrag geleistet hätte», nennt Strebel ein Beispiel.

PET-Kübel statt Rednerpult

«Sie sehen, wir haben gespart, für ein Rednerpult hat es nicht mehr gereicht», sagte Gemeindeammann Andreas Glarner, der sich mit einem PETkübel behelfen musste. Er verglich die Feuerwehr mit einer Versicherung: «Man zahlt die Prämie und hofft, dass es überflüssig ist, wenn dann aber etwas passiert, ist man froh, dass man die Prämie bezahlt hat.» Er bedankte sich auch bei den freiwilligen Helfern, die vieles in Fronarbeit erledigt haben.
Nachdem am Freitag Behörden und Feuerwehren aus den Nachbargemeinden eingeladen waren, standen die Türen am Samstag der Bevölkerung offen. Viele nutzten die Gelegenheit, besonders Kinder hatten Freude am «Feuerwehrmann-Spielen».

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1