Kelleramt

Eltern von Musikschülern zahlen unterschiedlich viel

Musikschule: Jede Gemeinde kann die Beitragshöhe für die Musikschüler aus ihrem Dorf selber festlegen. (Symbolbild)

Musikschule: Jede Gemeinde kann die Beitragshöhe für die Musikschüler aus ihrem Dorf selber festlegen. (Symbolbild)

Die Kostenbeiträge der Gemeinden beim Musikschulunterricht schwanken zwischen 30 und 50 Prozent. Daher müssen die Eltern je nach Wohnort tiefer oder weniger tief ins Portemonnaie greifen.

Wie stark sollen die Eltern von Musikschülern finanziell unterstützt werden? Die Kostenbeteiligung der Gemeinden am Unterricht der Musikschule Kelleramt ist ein gemeinsames Thema der sechs Kellerämter Sommergmeinden. Eine einheitliche Tarifregelung existiert nicht. Vielmehr gilt die Gemeindeautonomie. So kann jede Gemeinde die Beitragshöhe für die Musikschüler aus ihrem Dorf selber festlegen. Das neue Gemeindetarif-Reglement soll am 1. Februar 2016 in Kraft treten. Das letzte Wort über die Beitragshöhe ihrer Gemeinden haben die Stimmberechtigten.

Jonen 33%, Oberlunkhofen 40%

In Jonen und Oberlunkhofen fanden die Sommergmeinden 2015 bereits statt. Jonen entschied sich für die Kostenbeteiligung: ein Drittel Gemeinde, zwei Drittel Eltern. Die Wochenlektion eines Schülers an der Musikschule Kelleramt wird demnach zu 33,33 % durch die Gemeinde finanziert, während die Eltern 66,66 % selber zahlen müssen. Etwas grosszügiger sieht die beschlossene Regelung in Oberlunkhofen aus. Hier übernimmt die Gemeinde 40 % der wöchentlichen Musikschullektion, den Eltern bleibt also die Restfinanzierung von 60 %. Als einzige der sechs Kellerämter Gemeinden gewährt Oberlunkhofen den Eltern, die mehr als ein Kind in der Musikschule haben, einen Preisnachlass in Form eines Geschwisterrabatts.

Rottenschwil am tiefsten

In den vier restlichen Kellerämter Gemeinden haben die Sommergmeinden noch nicht stattgefunden. Über den tiefsten Gemeindebeitrag – 30 % – wird am 17. Juni in Rottenschwil abgestimmt. Die dortigen Eltern müssen folglich am meisten zahlen, was nicht wirklich überrascht. Denn Rottenschwil ist die finanzschwächste Gemeinde im Kelleramt. Im Vergleich zur bisherigen Regelung fahren die Rottenschwiler Eltern etwas besser als bis jetzt. Aktuell berappen sie 83 % der Musikunterrichtskosten, künftig sind es 70 %.

Die Gemeinderäte von Islisberg, Arni und Unterlunkhofen empfehlen ihren Sommergmeinden Gemeindebeiträge von 50 % und damit die höchsten Ansätze.

Rund 380 Schülerinnen und Schüler aller Stufen werden an der Musikschule Kelleramt in Oberlunkhofen von 20 Musiklehrkräften unterrichtet. Seit mittlerweile 26 Jahren leitet Isabella Eichenberger die Musikschule. Die jährlichen Einnahmen und Ausgaben der Musikschule Kelleramt betragen je rund 500 000 Franken.

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