Villmergen

Elektronische Zählsysteme: Bei dieser Aargauer Firma sorgt Corona für haufenweise Aufträge

Bei rot heisst es warten: Im Warenhaus Jelmoli in Zürich regelt das elektronische Zählsystem von Richnerstutz, wie viele Leute rein dürfen.

Bei rot heisst es warten: Im Warenhaus Jelmoli in Zürich regelt das elektronische Zählsystem von Richnerstutz, wie viele Leute rein dürfen.

Wegen der anhaltenden Coronavirus-Epidemie müssen die Grossverteiler die Anzahl Personen in ihren Filialen beschränken. Um dies zu erleichtern, schaffen immer mehr Detailhändler elektronische Zählsysteme an. Das freut auch die Freiämter Firma Richnerstutz, die sich vor Aufträgen derzeit kaum retten kann.

Bald drei Monate ist es her, dass die Schweizer Detailhändler vom Bundesrat dazu verpflichtet wurden, die Zahl ihrer Kundinnen und Kunden in den Läden einzuschränken. Innert kürzester Zeit mussten die Grossverteiler Lösungen für Hundert Filialen suchen.  

«Zu Beginn haben wir das etwas händisch gelöst. Wir haben unser Personal zum Zählen der Personen im Laden genutzt. Dann haben wir aber ziemlich schnell gemerkt, dass das viel zu viel Aufwand mit sich bringt», erklärt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Migros gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn von SRF.

Aus diesem Grund hat sich die Migros wie auch andere Detailhändler und Shopping-Center für die Anschaffung von elektronischen Zählsystemen entschieden. Dabei messen Sensoren, wie viele Leute eine Ladenfiliale schon betreten haben. Ist der Laden voll, leuchten am Eingang rote Displays wie bei einer Ampel auf.

Kaum nachgekommen mit Offerten schreiben

Die Investition in solche System verschafft derzeit auch dem Aargauer Unternehmen Richnerstutz mit Sitz in Villmergen viele Aufträge. Dort sei man zwischenzeitlich kaum mehr nachgekommen, Offerten zu erstellen, wie Verwaltungsratspräsident André Richner gegenüber SRF erklärte. «Wir erhalten auch jetzt noch sehr viele Anfragen», so Richner. 

So funktioniert das elektronische Zählsystem der Freiämter Firma Richnerstutz.

Auch beim Unternehmen ASE in Zürich, das seit 25 Jahren Systeme zur Regulierung des Kundenfluss anbietet, sei die Nachfrage noch elektronischen Zählsystemen wegen Corona angestiegen. «Supermärkte wie beispielsweise Aldi oder Coop kamen dazu. Aber auch Bibliotheken oder Mitarbeiter-Mensen», sagt CEO Uri Schtalheim auf Anfrage. 

Beim Berner Anbieter Kilchenmann klingt es ähnlich. Einkaufsläden würden dort aber nur einen Teil der Kundschaft ausmachen. «Aktuell werden insbesondere Schwimmbäder mit solchen Systemen ausgerüstet. Sie müssen natürlich die Vorgaben des BAG ebenfalls sicherstellen.» (luk)

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