Bisher lief der 1998 eröffnete Dorfladen Staffeln mehr schlecht als recht. Das soll sich ändern. Die neue Pächterin Susanne Hauert, Detailhandelskaufmann Antonio Fersini und das Verkaufsteam wollen mit einem breiten Sortiment zu vernünftigen Preisen, mit Kundenfreundlichkeit und ausgedehnten Öffnungszeiten im Dorfladen, im angegliederten Bistro und der im Verkaufslokal eingerichteten Postagentur punkten. Ob das schwierige Unterfangen angesichts der grossen Konkurrenz im Reussstädtchen gelingt, wird sich spätestens in zwei Jahren zeigen – der Pachtvertrag wurde vorerst für zwei Jahre abgeschlossen.

Monatlich 53 Franken je Bewohner

Bei der Neueröffnung am Samstag äusserten sich Bewohner des Bremgarter Ortsteils teils eher skeptisch, teils eher zuversichtlich. Eine mit Hoffnungen verbundene Botschaft teilte Markus Wey mit, der Präsident der örtlichen Elektragenossenschaft, der das Ladenlokal gehört. Damit der Laden laufe, brauche es sowohl eine professionelle Ladenführung als auch eine angemessene Kundenfrequenz: «Zum Überleben benötigt der Laden pro Tag 2000 Franken Umsatz oder monatlich 54 Franken je Bewohner unseres Ortsteils. Hier leben rund 1100 Personen, was pro Tag und Kopf einem Umsatz von einem Franken und 80 Rappen entspricht.» Dies müsse doch zu schaffen sein, gab Wey zu verstehen.

Was Markus Wey, der sich stark für den Erhalt des Ladens eingesetzt hatte, nicht sagte, aber auf der Hand liegt: Sollte es diesmal nicht klappen, geht die einzige Einkaufsmöglichkeit in Hermetschwil-Staffeln definitiv zu. Dann würde die Elektragenossenschaft das Lokal anderweitig nutzen. (sl)