Sins
Elektra Sins will eine Photovoltaikanlage bauen

Die Generalversammlung befindet am 21. März über Investitionen für den Netzausbau von insgesamt 2,2 Millionen Franken – inklusive Lichtwellenleiter und Photovoltaik-Anlage.

Eddy Schambron
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Im Gebiet Ammannsmatt will die Elektra Sins aufrüsten und eine Photovoltaikanlage betreiben. ES

Im Gebiet Ammannsmatt will die Elektra Sins aufrüsten und eine Photovoltaikanlage betreiben. ES

Die Elektra Sins will Netzausbauten im Bereich der Energie und des Kabelfernsehens vornehmen. Unter anderem sollen alte und schwache Leitungen ersetzt und so die Versorgungssicherheit erhöht werden. Auslöser ist der Neubau der Mehrzweckanlage Ammannsmatt. An der Generalversammlung werden drei entsprechende Projekte beziehungsweise Kreditanträge gestellt.

Zusätzliche Leistung

Seit der Genehmigung des Projektierungskredites für die Mehrzweckanlage Ammannsmatt befasst sich die Elektra Sins mit der Energieversorgung des Gebiets Ammannsmatt. Einerseits muss sie die zusätzliche Leistung für die neue Mehrzweckanlage liefern, andererseits muss sich die neue Anlage ins gesamte Netzkonzept einfügen.

Der Leistungsbedarf der neuen Mehrzweckanlage ist nicht mehr aus dem bereits vorhandenen Niederspannungsnetz sicherzustellen, es wird eine neue Trafostation benötigt. Die vorhandenen Mittelspannungskabel sind aufgrund des zu kleinen Querschnitts und des fortgeschrittenen Alters zu ersetzen. Die Kosten für den Netzausbau und die Verstärkung in der Ammannsmatt sind mit 880000 Franken veranschlagt.

Lichtwellenleiter-Ausbau

In Sins ist ein Wärmeverbund im Perimeter Ammannsmatt in Planung. Auch hier sollen Synergien genutzt werden. In diesem Perimeter will die Elektra zusammen mit der Wärmeversorgung die gleichen Grabenprofile benutzen und damit das Projekt FTTH vorziehen.

Als Fibre To The Home (FTTH) bezeichnet man das Verlegen von Lichtwellenleitern direkt bis in die Wohnung des Teilnehmers. Ziel ist es, dass die Fernablesung des Wärmeverbundes für FTTH läuft. Die Kosten für das Projekt TV Ausbau FTTH sind mit 520 00 Franken veranschlagt; dieses Projekt wird nur dann ausgeführt, wenn die Gemeindeversammlung am 11. Mai dem Wärmeverbund zustimmt.

Neue Photovoltaik-Anlage geplant

Der Neubau der Mehrzweckanlage Ammannsmatt bietet mit der grossen Dachfläche die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage zu realisieren. Die von der Elektra Sins geplante Anlage weist eine Grösse von 91 kWp und eine Fläche von 780 Quadratmetern auf. Diese Anlage könnte 20 Haushalte mit Energie versorgen.

Die Investitionskosten belaufen sich auf 410 000 Franken. Für die Finanzierung der Anlage sieht die Elektra ein Beteiligungsmodell vor. «Wir möchten allen Sinsern die Möglichkeit bieten, durch die Gewährung eines Solar-Darlehens in eine Photovoltaikanlage zu investieren», hält die Elektra fest. Damit würde sie selber 250 000 Franken investieren, 160 000 Franken kämen mit dem Solar-Darlehen zusammen.

Die Darlehen würden mit 2 Prozent pro Jahr verzinst, Laufzeit 10 Jahre. Es wird keine Betreibergesellschaft gegründet, die Elektra Sins wird das operative Geschäft innerhalb der Genossenschaft führen. Wird die Darlehenssumme von 160000 Franken nicht vollumfänglich erreicht, wird die Anlage nur im entsprechenden Finanzierungsvolumen gebaut.

Schliesslich haben die Genossenschafterinnen und Genossenschafter noch über eine Statutenrevision zu befinden und sich mit der Wahl der Vorstandsmitglieder zu befassen.