Liegenschafts-Deal

Elektra Hermetschwil-Staffeln hat das ehemalige Postlokal gekauft

Elektrapräsident Markus Wey im einstigen Postlokal, das vom Betreiber des Dorfladens als Lagerraum genutzt wird. sl

Elektrapräsident Markus Wey im einstigen Postlokal, das vom Betreiber des Dorfladens als Lagerraum genutzt wird. sl

Eine ausserordentliche Generalversammlung der Elektragenossenschaft hat den Kauf der früheren Posträumlichkeiten in Staffeln deutlich genehmigt. Verkäuferin des Lokals ist die Einwohnergemeinde.

Der Entscheid der Versammlung fiel klar aus. Bei 34 Ja gegen 2 Nein haben die Mitglieder der Elektrizitätsgenossenschaft (Elektra) dem Kauf des 57 Quadratmeter umfassenden früheren Postlokals in Staffeln zugestimmt. Somit gelangen die Räumlichkeiten am 1. Januar 2014 zum vorteilhaften Preis von 60 000 Franken in den Besitz der Elektra.

Verkäuferin des Lokals ist die Einwohnergemeinde. Sie veräusserte die einstige Post an die Elektra unter der Bedingung, dass die Elektrizitätsgenossenschaft eine langfristige Vereinbarung mit der Raiffeisenbank abschliesst, damit man den Bankomaten bei der einstigen Poststelle weiterhin nutzen kann. Laut Elektrapräsident Markus Wey wird dies demnächst in die Wege geleitet.

Elektra rettete den Dorfladen

Die kleine frühere Post mit Schalter- und Einstellraum ist dem Dorfladen Staffeln angegliedert. Den einzigen Einkaufsladen in Hermetschwil-Staffeln kaufte die Elektra vor vier Jahren samt Ausstattung für rund 470 000 Franken und bewahrte ihn so vor der sich anbahnenden Schliessung.

«Der Laden ist kein tolles Renditeobjekt», sagt Elektrapräsident Markus Wey, «das haben wir auch nicht erwartet. Schlecht läuft der Laden aber nicht.» Wichtig seien der ideelle Wert und der recht hohe Nutzen des Ladens für die Dorfbewohner.

Die Elektra hat den Staffler Dorfladen mit integrierter Postagentur, Kiosk und kleinem Bistro an Hatem Badawy verpachtet, der das Geschäft mit seinem kleinen Team betreibt. Ein Pluspunkt des Ladens sind die täglichen komfortablen Öffnungszeiten. Auch am Sonntag sind Laden und Bistro von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Suterhübel-Erschliessung steht an

Im November läuft das grösste Projekt in der 101-jährigen Geschichte der kleinen Elektragenossenschaft an, die Erneuerung und der Ausbau der Strom-Infrastruktur am Suterhübel. Den Kredit dazu im Betrag von rund 450 000 Franken hatten die Genossenschafter anlässlich des Festes zum 100. Elektra-Geburtstag gutgeheissen. Da die Genossenschaft finanziell gut da steht, kann sie diese Investition ohne Fremdmittel stemmen.

Rund die Hälfte der Suterhübel-Ausbaukosten finanzieren die Landanstösser über Perimeterbeiträge. Ausserdem werden später Anschlussgebühren der Eigentümer an die Elektra fällig.

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