Wohlen

Elegant-nostalgische Kreationen an der Modeschau vom Atelier für Bekleidungsgestaltung Freiamt

Junge und modebewusste Frauen und Männer genossen im Strohmuseum ihren Auftritt an der Modeschau.

Junge und modebewusste Frauen und Männer genossen im Strohmuseum ihren Auftritt an der Modeschau.

Dreizehn Schülerinnen und Schüler vom Atelier für Bekleidungsgestaltung zeigten an ihrer Modeschau ihre Kreationen zum Thema «Mode und Geflecht». Die Zuschauer waren begeistert.

Der betörende Duft der einstigen Modemetropole «Chly-Paris» wehte durch das Strohmuseum im Park in Wohlen: Dreizehn junge Künstlerinnen und Künstler vom Atelier für Bekleidungsgestaltung am Berufsbildungszentrum Freiamt zeigten an einer überaus gut besuchten Modeschau ihre elegant-nostalgischen Kreationen zum Thema «Mode mit Geflecht» und die dazu passenden Hüte. Damit knüpften sie an alte Zeiten der Freiämter Strohindustrie an, die einst in der Modewelt von Paris bis New York in aller Munde war.

Die richtigen Partner gefunden

Mit der Idee zur Modeschau beschäftigte sich die Atelierleiterin Ingrid Arnold schon vor anderthalb Jahren. Ihre Schülerinnen und Schüler konnte sie dafür schnell begeistern. In der Hutwerkstatt Risa von Julian Huber in Hägglingen und der Geflechtfabrik Tressa AG in Villmergen fand man die richtigen Ansprechpartner. Schnell war auch klar, dass die Modeschau eigentlich nur an einem Ort stattfinden konnte: im Wohler Strohmuseum. Die Museumsleiterin Anna Hegi habe spontan zugesagt, berichtet Ingrid Arnold.

Hegi nahm den Faden dort auf, wo alles einmal in der Strohindustrie begann: bei den «Musechegeli» und «Rosettli», alten Strohornamenten, welche die jungen Bekleidungsgestalterinnen und -gestalter neu interpretierten. «Die Modezeitschrift «Annabelle» ist ja das Mass der Dinge. Vielleicht bekommt ihr auch einmal die Chance, darin erscheinen zu dürfen», sagte die Museumsleiterin.

Die Modeschau war Teil der Sonderausstellung «Frisch geflochten – Inspiration Stroh, damals und heute». «Und für uns ist die Modeschau eine gute Gelegenheit, um unsere schönen Berufe vorzustellen», so Ingrid Arnold. Gemeinsam mit Julian Huber moderierte sie die Modeschau mit dem richtigen Schuss Humor. Denn eine Modeschau ist ja keine Totenfeier, sondern soll Spass am Schönen auf dieser Welt machen.

Kecke Models auf dem Laufsteg

Alissa Bumbach, Eveline Erismann, Anouk Erni, Amy Schmid, Sophie Vermeule und Nicole Widmer führten auf dem imaginären Laufsteg ihre wunderschönen Kreationen vor, an denen auch Ramona Bienz, Jeanine Burkard, Samira Eberling, Laura Profico und Zoe Wüst mitgearbeitet hatten. Sie liessen aber ihren Kolleginnen bei der Präsentation den Vortritt.

Ihre Kreativität im Umgang mit den klassischen Geflechten schien grenzenlos. Da ein Schuss Makramee und Coco Chanel, dort eine Prise Baywatch und immer wieder die guten Pailletten, die fröhliche Urständ feierten. Ein Fest für die Augen. Auch das Ehepaar Marlis und Thomas Fischbach von der Tressa AG sass im Publikum und war hell begeistert.

Und eines musste die Herzen aller erfreuen, die sich noch an die glorreiche Epoche der Strohindustrie erinnern: Auch junge Frauen tragen wieder Hüte – und wie gut! Den beiden Männern Colin Meyer und Sandro de Oliveir gefiel es sichtlich, Hähne im Korb zu spielen und die Hüte aus Julian Hubers Hutwerkstatt zur Schau zu stellen. «Wenn man den Hut etwas ins Genick zieht, sieht das bei einem jungen Mann sofort keck aus», erklärte Huber.

Die frohe Kunde zum Schluss: «Man kann die gezeigten Kleider und Hüte in unserem Atelier kaufen», verkündete Ingrid Arnold. Also, nichts wie los. Solche Kunstwerke bekommt man nicht so schnell wieder für einen so moderaten Preis.

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